Tirol schrieb 2013 wieder eine schwarze Null
Die Tiroler Landesregierung präsentierte am Dienstag, 22. April 2014, den Rechnungsabschluss für das vergangene Jahr – Nulldefizit trotz Hochwasserkatastrophe.
Von durchaus positiven Zahlen sprachen Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) und seine Stellvertreterin Mag. Ingrid Felipe (Die Grünen) am Dienstagvormittag bei der Präsentation des Landes-Rechnungsabschlusses für das Jahr 2013. „Tirol verzeichnet zum zweiten Mal in Folge ein Nulldefizit, und das obwohl wir eine Hochwasserkatastrophe zu bewältigen hatten“, so der Landeshauptmann einleitend. Ausgaben und Einnahmen von jeweils rund 3,2 Milliarden Euro hielten sich die Waage. Die Pro-Kopf-Verschuldung sank von 389 Euro im Jahr 2012 auf 383 Euro im vergangenen Jahr.
Das Nulldefizit war bereits im Haushaltsvoranschlag vorgesehen. Das Hochwasser im Tiroler Unterland mit einem Schadensausmaß von rund 70 Mio. Euro hat das Landesbudget mit 25 Mio. Euro belastet. „Wir haben im Personal- und Pensionsbereich aber auch beim Sachaufwand konsequent gespart und konnten so trotz der Belastungen durch die Hochwasser-Katastrophe ausgeglichen bilanzieren. Positiv entwickelt haben sich auch die Einnahmen des Landes bei den Ertragsanteilen aus dem gemeinsamen Steuertopf sowie den Zinsen“, erklärte Platter. Außerdem sei es gelungen, deutliche Investitionsschwerpunkte zu setzen. „In die Positionen Kinderbetreuung, Arbeitsmarkt, Wissenschaft und Nahverkehr floss mehr Geld als je zuvor“, so der Landeshauptmann. Der seit Jahrzehnten umsichtigen Budgetpolitik in Tirol sei es zuzuschreiben, dass die stetig steigenden Ausgaben für die Daseinsvorsorge bewältigt werden könnten.
LH-Stv. Mag. Ingrid Felipe sprach vom Landesrechnungsabschluss als wichtigstem Werkzeug zur Gewährleistung der Transparenz der Landesfinanzen. „Als Download auf der Landeshomepage verschafft er einen guten Überblick über die gesamte Finanzgebarung, den Vermögensstand und die politische Verantwortlichkeit. Außerdem belegt er die hervorragende Arbeit unserer Finanzabteilung unter der Leitung von Dr. Ida Hintermüller“, so Felipe.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Land Tirol, Berger
