„Tirol hat sich wirtschaftlich nach vorne gearbeitet“
Wirtschafts-Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP) zog am 29.10.2012 bei ihrem Osttirol-Besuch eine positive Bilanz ihrer Regierungsarbeit der letzten 4½ Jahre.
Im Frühjahr 2008 holte der damals neue Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) die Innsbruckerin Patrizia Zoller-Frischauf in die Landesregierung. Die Landesrätin ist für die Ressorts Wirtschaft, Familien und Generationen zuständig. Am Montag, 29. Oktober 2012, besuchte sie in Osttirol Firmen wie IWT Wassertechnik und WITO in Lienz sowie HELLA in Abfaltersbach. „Uns geht es in Tirol auch deswegen so gut, weil die Osttiroler immer wieder die Ärmel hochkrempeln, wenn es darum geht, Dinge abzuwenden, die uns gefährlich werden könnten“, meinte Zoller-Frischauf bei einem Pressegespräch, bei dem sie Bilanz über ihre erste Regierungsperiode zog. Ihre Regierungsarbeit stand ganz im Zeichen der Wirtschaftskrise, die im September 2008 ihren Ausgang nahm. „Wir konnten uns trotz dieser Krise im Wirtschaftsranking der österreichischen Bundesländer von Platz sechs auf Platz drei vorarbeiten, und auch bei der Forschungsquote sind wir mit 2,79% des BIP nach einer Aufholjagd während der letzten viereinhalb Jahr jetzt auf Platz drei“, meinte die Landesrätin. Sie betonte, dass Tirol die niedrigste Arbeitslosenquote innerhalb der 271 EU-Regionen und die geringste Verschuldung in Österreich habe. Die klein strukturierte Wirtschaft hätte in der Krise besonders durch die Flexibilität und das Setzen auf Nischenprodukte relativ gut bestehen können. 51% der Tiroler Unternehmen sind Einpersonenunternehmen, 38% beschäftigen ein bis neun MitarbeiterInnen, und nur 0,24% der Betriebe haben einen Mitarbeiterstand von mehr als 250.
LR Patrizia Zoller-Frischauf: „Wichtig für einen Standort ist unter anderem eine unternehmerfreundliche Verwaltung. So wartet bei uns in Tirol ein Unternehmen höchstens einen Monat auf die Förderungsentscheidung!“
„Die Tiroler Unternehmer waren bereit, antizyklisch zu investieren und haben ihren Mitarbeiterstand trotz Umsatzeinbußen größtenteils gehalten“, so Zoller-Frischauf. Sie betonte, dass durch gezielte, befristete Wirtschaftsförderungsmaßnahmen – wie zinsenlose Darlehen, Bonuszahlungen, Arbeitsplatzprämien oder die Winterbauförderung 2009/2010 – der Krise erfolgreich entgegengewirkt werden konnte. Um in Gebieten abseits der wirtschaftlich starken Inntalfurche Betriebe anzusiedeln und damit Arbeitsplätze zu schaffen, sei es notwendig, die Versorgung mit Breitband-Internet auszubauen. 4,5 Mio. Euro seien von Landesseite allein im nächsten Jahr für diesen Ausbau vorgesehen. „Im Bezirk Lienz mit der höchsten Arbeitslosenquote in Tirol würde es Sinn machen, die Sonderstellung als Regionalfördergebiet zu erhalten“, meinte die Wirtschafts-Landesrätin. Man könne aber in Osttirol stolz sein, dass man mit der Ansiedlung namhafter Firmen wirtschaftlich aufholen konnte. So seien im Bezirk Lienz allein im vorigen Jahr 132 neue Unternehmen gegründet worden, und 12 000 Arbeitsplätze in der gewerblichen Wirtschaft würden 30% mehr als noch vor 15 Jahren bedeuten. Und auch die Lebensqualität sei in Osttirol wie im gesamten Bundesland besonders hoch. „Eine hohe Lebensqualität wird Firmen als Faktor für eine Betriebsansiedlung immer wichtiger, weil auch die Fachkräfte dorthin gehen, wo die Lebensqualität hoch ist“, meinte die Landesrätin abschließend.
Text und Fotos: Raimund Mühlburger