„Thema Müllkosten ist noch lange nicht abgeschlossen!“

Dies erklärt heute LA Josef Schett in Reaktion auf die gestern in Sachen „Hohe Müllgebühren“ getroffenen Aussagen. „Fehlentscheidungen zu verteidigen, ist der falsche Weg!“

Wie berichtet, hatte sich die Tiroler Umweltreferentin und LH-Stv. Ingrid Felipe gestern in einem Pressegespräch mit dem Abfallwirtschaftsverband Osttirol (AWVO) solidarisch gezeigt und gemeinsam mit dessen Geschäftsführer, Bgm. Bernhard Schneider, und dem MBA-Standortbürgermeister Oswald Kuenz/Lavant die Osttiroler Lösung in Sachen Restmüllentsorgung verteidigt. LA Josef Schett, der die Diskussion rund um die hohen Müllkosten in Osttirol auf Basis des Berichtes des Rechnungshofes in Gang gebracht hatte, erklärt heute in Reaktion auf die im gestrigen Pressegespräch von LH-Stv. Ingrid Felipe und Vertretern des AWVO getroffenen Aussagen: „Dass ich zum Thema Müllgebühren nur polarisiere, ohne inhaltliche Kenntnisse zu besitzen und damit nur die Osttiroler Bevölkerung verunsichere, muss ich auf das Schärfste zurückweisen. Ich beziehe mich in meiner Kritik ausschließlich auf den Rechnungshof-Bericht, von dem man doch annehmen kann, dass er seine Richtigkeit hat.“ Außerdem sei er, so Josef Schett, entgegen der Behauptung von AWVO-GF Bernhard Schneider, nie eingeladen worden sei, sich das Zahlenwerk aus Sicht des AWVO erklären zu lassen. Er würde aber gerne einer derartigen Einladung nachkommen.

Für ihn, so LA Josef Schett weiter, sei die Frage der hohen Müllgebühren im Bezirk aber auf jeden Fall noch lange nicht abgeschlossen. „Hier geht es für die Osttiroler Bevölkerung um viel Geld. Dass die Senkung der Kosten mit 1.1.2015 schon im Frühjahr 2014 beschlossen worden ist, halte ich für eine reine Schutzbehauptung des AWVO-Geschäftsführers.“ Und in Richtung von LH-Stv. Ingrid Felipe meint impuls-Tirol-Politiker Josef Schett: „Wenn Ingrid Felipe die eklatant hohen Müllkosten verteidigt, ist das der falsche Weg. Vielmehr wäre es ihre Aufgabe, sich darum zu kümmern, dass die Preise auch im Bezirk Lienz möglichst marktkonform und nach heute üblichen Maßstäben gestaltet werden. Die Osttiroler Insellösung in Schutz zu nehmen, halte ich für untragbar. Wir Osttiroler leben in einer peripheren Region und müssen einige Nachteile in Kauf nehmen. In Sonntagsreden wird von Landespolitikern immer erklärt, was man alles für den Bezirk Lienz tun will. Die tatsächlichen politischen Entscheidungen sehen dann aber ganz anders aus und bewirken nicht selten genau das Gegenteil.“

Text: E. Hilgartner, Foto: Osttirol heute

09. April 2015 um