Teilnehmer sprechen von erfolgreicher EU-Reise
Osttiroler Bürgermeister und Touristiker führten vom 22. bis 26. September 2012 mit EU-Vertretern Gespräche vor allem über die Zukunft des Bezirkes als Regionalfördergebiet.
„Wichtig ist, dass sich alle Akteure in der Region einig darüber sind, welche zentralen Ziele man miteinander erreichen will. Nur so kann man die eigene Zukunft mitgestalten, und die Europäische Union ist auch bereit, zu unterstützen“, meint Mag. Helene Brunner, Geschäftsführerin des Regionsmanagements Osttirol. Sie begleitete eine Osttiroler Delegation von 22. bis 26. September 2012 nach Brüssel. Bei den Gesprächen von Bürgermeistern und Tourismusverantwortlichen mit EU-Kommissar Dr. Johannes Hahn, Wladymir Piskorz (Leiter der Abteilung Regionalpolitik) und EU-Ratsdirektor DI Andrä Rupprechter (Agrarbereich) ging es vor allem darum, die Voraussetzungen für die nächste Förderperiode 2014–2020 für den Bezirk zu verbessern. Die Chancen, wieder Regionalfördergebiet zu werden, stehen nämlich eher schlecht, weil Österreich als gesamtes in punkto Arbeitslosenzahlen in der EU sehr gut dasteht und es auch einen Wettbewerb zwischen den einzelnen österreichischen Regionen um zukünftige Fördermittel gibt.
Mag. Helene Brunner: „Dass man sich als Region gemeinsam bei den Entscheidungsträgern informieren und dort Lobbying betreiben muss, um die sich bietenden Chancen zur Verbesserung der Lebens- und Wirtschaftsbedingungen nutzen zu können, hat die Reise ganz deutlich gezeigt.“
Außerdem – das habe vor allem Wladymir Piskorz bestätigt – seien jene, die in der EU Förderprogramme erarbeiten, sehr daran interessiert, direkte Rückmeldungen darüber zu bekommen, ob die Programme in den Regionen ankommen bzw. was sie wirklich bewirken.
Die Verhandlungen für die nächste Periode laufen derzeit auf Hochtouren, deswegen konnten die Osttiroler Politiker und Funktionäre, die von Landtagspräsident DDr. Herwig von Staa zu allen Gesprächen begleitet wurden, keine konkreten Ergebnisse mit nach Hause nehmen. „Ratsdirektor Andrä Rupprechter hat aber bestätigt, dass es Förderungen für Diversifizierung in der Landwirtschaft in der nächsten Förderperiode wieder geben wird. Das hat uns in Osttirol in den letzten Jahren z.B. im Bereich Qualitätsverbesserung bei Ferienwohnungen, Direktvermarktung und Produktentwicklung sehr viel weitergebracht“, berichtet Helene Brunner. Bereits in Brüssel wurde die Nacharbeit zu den Gesprächsterminen organisiert. „Aus Brüssel haben wir neben den vielen Informationen auch Hausaufgaben mitgebracht, um Osttirol wirklich für die kommenden Schwerpunkte der EU fit zu machen“, so die RMO-Geschäftsführerin abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Georges Boulougouris, R. Mühlburger