Startschuss für Umfahrung Mittewald
Den Spatenstich für die Umfahrung Mittewald nahmen am Donnerstag, 16.8.2012, LH-Stv. ÖR Anton Steixner und die Bürgermeister von Assling und Anras vor.
Noch verläuft die B 100 Drautalstraße durch das Ortsgebiet von Mittewald. Ab sofort wird an der neuen Umfahrung, die drei Kilometer großteils entlang des Gleises der ÖBB verlaufen wird, gebaut.
LH-Stv. Anton Steixner und die Bürgermeister der beiden Anliegergemeinden, Bernhard Schneider (Assling) und Andreas Goller (Anras), gaben am Donnerstagvormittag mit dem Spatenstich den Startschuss für die Bauarbeiten. „Unser Ziel muss es sein, die Straßen sicherer und leiser zu machen. Das ist auch ein wichtiger Beitrag dafür, dass die Jungen in den Dörfern bleiben und so der Abwanderung aus dem ländlichen Raum Einhalt geboten wird“, sagte Steixner. 400 BürgerInnen leben direkt an diesem Abschnitt der B 100, in 24 Stunden fahren durchschnittlich 7 000 Fahrzeuge – davon 1 200 Lastkraftwagen – auf dieser Strecke. „Mit der neuen Straßenachse wollen wir den Verkehr im Siedlungsgebiet beruhigen und nicht zusätzlichen Verkehr anlocken“, betonte Straßenbaulandesrat Steixner. „Ich freue mich sehr, dass 25 Jahre nach den ersten Planungen die Umfahrung Mittewald endlich verwirklicht werden kann. Die vielen Verkehrsunfälle in diesem Bereich und die Lärmbelastung der Anwohner waren für uns Bürgermeister die Motivation, konsequent an diesem Projekt zu arbeiten“, erklärte der Asslinger Bürgermeister Bernhard Schneider.
Straßenbaulandesrat Anton Steixner ist überzeugt davon, dass die Umfahrung Mittewald nicht neuen Verkehr anziehen wird, sondern rein der Lebens- und Wohnqualität der 400 an diesem Streckenabschnitt wohnenden Asslingern und Anrasern dient.
5,5 Mio. Euro investiert das Land in dieses Straßenprojekt, neue Geh- und Radwege sowie Unterführungen sollen zusätzliche Sicherheit bringen. Auch die Kristeinbachbrücke an der B 100 wird im Zuge der Bauarbeiten für die Umfahrung erneuert. DI Dr. Christian Molzer, Vorstand der Abteilung Straßenbau, erläuterte einen zusätzlichen Sicherheitsvorteil der neuen Straßenachse: „Das notwendige Schüttmaterial für die Umfahrung – bis zu 25 000 Kubikmeter – wird durch einen hangseitigen Abtrag im Bereich des Bruggerbaches auf der Pustertaler Höhenstraße gewonnen. Dadurch kann die Höhenstraße, die auf diesem Abschnitt durch einen talseitigen Erdrutsch gefährdet ist, bergseitig verlegt werden.“ Die Fertigstellung der Umfahrung Mittewald ist für Herbst 2013 geplant.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Marco Sattlegger