Startschuss für Lokale Agenda 21 in Leisach

„Deine Gemeinde – deine Ideen“ – unter diesem Motto lud man am Mittwochabend in Leisach zu einem Informationsabend zum Start der Gemeindeentwicklung mit Bürgerbeteiligung.

Die „Lokale Agenda 21“ ist ein weltweites Nachhaltigkeitsprogramm, an dem sich rund 200 Staaten und zigtausende Gemeinden beteiligen. Sie alle haben das Ziel, sich auf jene Werte zu besinnen, die für unser aller Überleben und Wohlbefinden essenziell sind, u.a. soziale Gerechtigkeit, sorgfältiger Umgang mit Umwelt und Ressourcen oder ein Wirtschaftssystem, das für die Menschen da ist. Auf Gemeindeebene ist diese Zielsetzung leichter zu verwirklichen wie etwa auf staatlicher oder globaler Ebene, denn hier sind die Zusammenhänge und Auswirkungen des Handelns überschaubarer und die Menschen können viel unmittelbarer auf ihren Lebensraum einwirken. Daher setzt die Agenda 21 vor allem auch auf die „Kraft von unten“ – auf die Beteiligung der BürgerInnen.

Auch in der Osttiroler Gemeinde Leisach hat man sich dazu entschlossen, eine Bürgerbeteiligung zur gemeinsamen Weiterentwicklung der Ortschaft als Teil des Nachhaltigkeitsprogrammes „Lokale Agenda 21“ in die Wege zu leiten. Alle Leisacherinnen und Leisacher wurden schon im Vorfeld des Informationsabends am 13.3.2013 dazu eingeladen, sich Fragen wie „Was ist für unsere Zukunft wichtig?“ oder „Was muss in Leisach bewahrt, was verändert werden, damit wir auch morgen in der Gemeinde gut leben können?“ zu stellen.

Am Mittwochabend präsentierte Mag. Marion Amort als Prozessbegleiterin der vom Land Tirol geförderten „Lokalen Agenda 21“ den sehr zahlreich erschienenen GemeindebürgerInnen im Saal der örtlichen Volksschule den Projektablauf und das schrittweise weitere Vorgehen. Amort beschrieb die Gemeindeentwicklung mit Bürgerbeteiligung als einen Prozess, in dem die Meinung, die Gedanken der Menschen vor Ort gefragt seien. Das ganze Dorf solle in Bewegung und in der Folge in Handlung kommen und sich die BürgerInnen noch mehr mit ihrer Heimatgemeinde verbunden fühlen. Für die Politik bedeute dies, so Amort weiter, „dass die Verantwortung aufgeteilt wird. Je mehr Menschen sich einbringen, desto ausgewogener werden die Entscheidungen sein. Wichtig ist, dass die Bürgerbeteiligung nicht parallel zur Politik abläuft, sondern dass es hier um die Zusammenarbeit aller geht!“

Als nächster Schritt wird nun in Leisach ein Kernteam, bestehend aus insgesamt max. 10 bis 12 Personen – GemeinderätInnen und BürgerInnen – gebildet werden. Für den 26.3. ist ein erstes Treffen geplant, im Rahmen dessen man die Haushaltsbefragung vorbereiten will. Diese wird voraussichtlich im April/Mai über die Bühne gehen. Dabei will man feststellen, was die Menschen in Leisach bewegt, was sie sich wünschen. Auf Basis der Ergebnisse möchte man dann Projektgruppen zusammenstellen, die im Rahmen eines Aktionsplanes konkrete Projekte für Leisach ausarbeiten und für die Umsetzung durch den Gemeinderat vorbereiten. Ansprechperson für die „Lokale Agenda 21“ in Leisach ist Vize-Bürgermeister Ing. Bernhard Zanon (Mail:gemeinde@leisach.tirol.gv.at).

Text und Fotos: Journal/Lisa Sulzenbacher/Elisabeth Hilgartner

 

14. März 2013 um