SPÖ stellte LR Thomas Pupp im Bezirk Lienz vor
Mag. Thomas Pupp ist seit Juli 2012 Landesrat für Umwelt, Wohnen und Sport – LA Bgm. DI Elisabeth Blanik und Bgm. Dietmar Zant stellten ihn nun im Bezirk vor. „Ich wurde im heurigen Sommer von der Partei überraschend als Nachfolger von Hannes Gschwentner nominiert. Ich habe ein derartiges politisches Amt in den letzten Jahren eigentlich schon ad acta gelegt. Weil es aber eine sehr ehrenvolle Aufgabe ist, als Landesrat für das Land Tirol tätig zu sein, habe ich dann doch zugesagt“, erklärte LR Thomas Pupp bei der Vorstellung durch die SP-Bezirkspartei am Montag, 26. November 2012. Gemeinsam mit seinen Parteikollegen Elisabeth Blanik und Dietmar Zant besuchte er die Firma Hella Sonnen- und Wetterschutztechnik in Abfaltersbach und nahm am Abend an einem Parteitreffen im Volkshaus in Lienz teil. Er kam direkt von der Eröffnung der neuen ÖBB-Inntaltrasse von Radfeld nach Osttirol. „Man kommt jetzt in knapp vier Stunden mit der Bahn von Innsbruck nach Wien, das ist schon eine sehr gute und bequeme Alternative zum Flugzeug. Es muss unser Ziel sein, auch immer mehr von den 200 000 jährlichen LKW-Fahrten durch Tirol von der Straße auf die Schiene zu verlegen, und ich setze mich auch für eine permanente 100- Beschränkung auf der Autobahn im Unterinntal ein“, sagte Pupp zum Thema Umweltschutzmaßnahmen.
Beim Thema Wohnen stehe man besonders in Innsbruck mit den hohen Wohnkosten vor großen Herausforderungen. „Wir müssen kreative Lösungen dafür finden, den Menschen attraktives Leben und Wohnen in Tirol zu ermöglichen“, so der Neo-Landesrat. Er betonte, dass man bei der Wohnbauförderung in Tirol im Vergleich zu anderen Bundesländern gut aufgestellt sei: „In Tirol stehen uns relativ hohe Mittel für diesen Bereich zur Verfügung. Die Wohnbauförderung ist durch meine Vorgänger sehr gut verwaltet worden. Rund 3,5 Mrd. Euro Darlehensforderungen und eine große Neubauleistung beweisen dies, und ich bin froh, dass wir nicht wie in anderen Bundesländern im Bereich Wohnbauförderung hasardiert haben.“ Einer begünstigten vorzeitigten Rückzahlungsmöglichkeit von Wohnbauförderungs-Darlehen – wie es sie vor Jahren gegeben hat – steht Pupp ablehnend gegenüber. „Die Darlehensnehmer haben schon durch den niedrigen Zinssatz profitiert, und jene, die einen größeren Geldbetrag für die Rückzahlung zur Verfügung haben, sollen nicht ein zweites Mal aus einer Begünstigung Vorteile ziehen“, erklärte Pupp dazu.
Zum Thema Energie meinte der Landesrat, dass ein Ausbau der erneuerbaren Energien – wie Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie – natürlich voranzutreiben sei. „Man muss sich aber jedes Projekt im Genehmigungsverfahren einzeln und genau anschauen. Das Tiroler Naturschutzgesetz und die bundesweiten Richtlinien greifen im Bereich Natur- und Umweltschutz sehr weit. Für Osttiroler Wasserkraft- oder Windkraftprojekte liegen mir noch keine konkreten Ansuchen vor“, so Thomas Pupp abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: SPÖ Tirol