SPÖ: NR Josef Muchitsch fordert in Lienz „faire Arbeit“ und „sichere Pensionen“

Im Rahmen der „Sommertour“ der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) machte Bundesvorsitzender Josef Muchitsch Station in Lienz und warb dabei auch für Stimmen für die SPÖ bei der Nationalratswahl.

Gemeinsam mit der Osttiroler SPÖ-Vorsitzenden LA Bgm. Elisabeth Blanik und Sabine Walder, Spitzenkandidatin bei der Nationalratswahl am 29. September, lud NR Josef Muchitsch am Montag, 2. September, zu einer Pressekonferenz in das Volkshaus in Lienz. „Unser erstes Ziel bei der bevorstehenden Wahl ist eine hohe Wahlbeteiligung. An unsere FSG-Funktionär:innen ergeht der Auftrag, in ihren Betrieben die Arbeitnehmer:innen stark zu mobilisieren. Zweites Ziel ist es, dass wir nach der Wahl am Verhandlungstisch für eine Regierungsbeteiligung sitzen“, so Muchitsch einleitend.

Als wichtigste Themen nannte er „faire Arbeit“, eine schrittweise Arbeitszeitverkürzung, Gesundheit und Pflege sowie sichere Pensionen. „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verdienen mehr Respekt. Die Menschen müssen sich das Leben wieder leisten können. 2023 wurden rund 47 Mio. Euro an Überstunden nicht ausbezahlt. Wir fordern volle Lohntransparenz und eine 6. Woche Urlaub für alle Beschäftigten“, so Muchitsch.

 

NR Josef Muchitsch: „Immer wenn die SPÖ nicht in der Regierung sitzt, werden die Bedingungen für die Arbeitnehmer:innen drastisch schlechter – das war schon in den Jahren 2000 bis 2006 so, und das zeigt sich auch jetzt wieder.”

 

In Sachen Arbeitszeitverkürzung stellte er klar: „Die viel zitierte 32-Stunden-Woche ist ein Fernziel. Wir als Gewerkschaft sind für eine Arbeitszeitverkürzung in Etappen. Für die Beschäftigten im Gesundheits-, Sozial- und Pflegebereich konnten wir eine 37-Stunden-Woche erreichen. Es geht darum, die Arbeitsplätze in dieser Branche durch Arbeitszeitverkürzung und höhere Einkommen attraktiver zu machen, um dem eklatanten Personalmangel entgegenzuwirken. Durch die Herabsetzung der Normalarbeitszeit auf 37 Wochenstunden konnten wieder mehr Mitarbeiter:innen für diesen wichtigen Bereich gewonnen werden“, erklärte der FSG-Vorsitzende.

Zum Abschluss ging Josef Muchitsch auf das Thema „Pensionen“ ein. „Wir fordern sichere Pensionen. Seit Jahrzehnten wird mit der 2. und 3. Säule spekuliert. Wir treten dafür ein, dass die 1. Säule – also die staatliche Pension – stark ausgestattet wird. Für uns ist klar: Hände weg von einer Anhebung des Pensionsantrittsalters. Diese würde insbesondere wieder die Frauen treffen. Das Ziel sollte sein, durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass die Beschäftigten länger gesund arbeiten können.“

 

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

02. September 2024 um