SPÖ Lienz: „Unser Ziel sind wieder 7 Mandate!“

Mit dem Slogan „Starke Frau, starkes Team“ zieht die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik in das Wahlkampf-Finale für die Gemeinderatswahl am 28. Februar 2016.

Der Lienzer SPÖ-Stadtparteiobmann Siegfried Schatz warf zunächst mit Unterstützung von Plakaten einen Blick zurück auf den Wahlkampf vor fünf Jahren, bei dem LA DI Elisabeth Blanik den Bürgermeistersessel in der Osttiroler Bezirkshauptstadt eroberte. „Anders als auf den Wahlplakaten des Mitbewerbers zu lesen war, hat es kein Wirrwarr, sondern Ordnung gegeben, es war kein Stillstand, sondern es hat sich sehr viel bewegt“, so Schatz. Auch die Bürgermeisterin nahm Bezug auf die damaligen Wahlplakate der Volkspartei. „Ich war nicht einsam – weder im Gemeinderat noch in der Verwaltung. Unter Einbindung aller Fraktionen haben wir sehr viel für Lienz bewegt. Ich denke da nicht nur an das Schwimmbad, sondern auch an das Jugendzentrum, den Urnenfriedhof, den Ganzjahreskindergarten und die Nachmittagsbetreuung, die Neugestaltung der Messinggasse und die Einrichtung eines Vereinshauses mit Bücherei“, so Blanik.

Eine „konzeptive Umsetzung“ von Projekten – wie es in den Gemeindeverbänden vorgelebt werde – sei auch für die Stadt teilweise schon angewandt und müsse in Zukunft Standard werden. „Eine Arbeitsgruppe gründen, einen Plan entwickeln und Prioritäten setzen – so arbeiten wir beispielsweise auch im Gemeindeverband Bezirksaltenheime oder im Planungsverband Lienzer Talboden. Beim Umbau des Schwimmbades ist uns das bereits gelungen. In Sachen Kaufhaus müssen wir jetzt noch mit den Folgen von ,Hin- und Herbeschlüssen‘ leben“, meinte die Bürgermeisterin. Als größte Projekte für die Zukunft nannte sie das Mobilitätszentrum im Bereich des Bahnhofs, ein Citybussystem für ganz Lienz und einen gesamtheitlichen Bürgerbeteiligungsprozess für die Stadt. Hier wolle man die einzelnen Stadtteile analysieren und Umsetzungsprioritäten definieren. Der Grafenanger neu mit Konvikt-, Kasernen- und RGO-Areal und andere Projekte (Schulen, Spielplätze, Wohnen etc.) müssten in dieser von Blanik angesprochenen konzeptiven Art und Weise umgesetzt werden.

Elisabeth Blanik: „Die Stadt ist mit Fördergeldern noch nie so gut bedient worden wie jetzt. Hier ist meine Zugehörigkeit zur SPÖ sowohl auf Landes- als auch auf Bundesseite ein Vorteil. Und dass man so nahe wie möglich an den Fördertöpfen sitzt - wie ich als Landtagsabgeordnete - kommt der Stadt und auch dem Bezirk auf alle Fälle sehr zugute."

Elisabeth Blanik: „Die Stadt ist mit Fördergeldern noch nie so gut bedient worden wie jetzt. Hier ist meine Zugehörigkeit zur SPÖ sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene ein Vorteil. Und dass man so nahe wie möglich an den Fördertöpfen sitzt – wie ich als Landtagsabgeordnete – kommt der Stadt und auch dem Bezirk sehr zugute.“

„Die vergangenen fünf Jahre würde ich im Allgemeinen als sehr ,umsetzungsstark‘ bezeichnen. Wir haben Projekte konsequent umgesetzt. Und die Arbeit in den Ausschüssen auch mit den Mandataren der anderen Fraktionen – namentlich erwähnen möchte ich zum Beispiel Christian Zanon, Charly Kashofer und Josef Blasisker – haben vor allem auch viel Spaß gemacht“, betonte die Bürgermeisterin. Ziel der Lienzer SPÖ sei es, den derzeitigen Stand von sieben Mandaten zu halten.  In anderen Osttiroler Gemeinden würde sich die SPÖ eher schwer tun, Kandidaten für die Gemeinderatswahl zu finden bzw. Listen zu bilden. „In Dölsach, Nußdorf-Debant und Ainet ist man dabei, KandidatInnen oder Listen mit SPÖ-Beteiligung auf die Beine zu stellen. Ich möchte klar die Botschaft aussenden, dass es sich auch für die eigene Persönlichkeitsentwicklung lohnt, sich im Gemeinderat zu engagieren.

Angesprochen auf die derzeitige Kulturpolitik und die fehlenden Projekte aus diesem Bereich im Wahlprospekt der Lienzer SPÖ meinte Blanik abschließend: „Im kulturellen Bereich würde ich Lienz mit seinem breit gefächerten Angebot als Top-Destination bezeichnen. Hier sind benachbarte Bezirksstädte im Vergleich dazu ,tiefste Provinz‘. Mit der Renovierung von Schloss Bruck haben wir wesentliche Akzente gesetzt. Wichtig wäre ein neues Archiv/Depot für die Stadt. Derzeit haben wir uns im für unseren Lagerbedarf nicht so idealen Neuner-Depot in der Peggetz eingemietet. Dazu möchte ich übrigens klarstellen, dass dort keine Egger-Lienz-Bilder lagern.“

Wahlvorschlag der SPÖ Lienz hier zum Download

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

 

25. Januar 2016 um