SPÖ Lienz präsentierte Liste für Gemeinderatswahl
Andreas Hofer und Christina Gruber sind auf der SPÖ-Liste nicht mehr vertreten, dafür gibt es mit Jeannette Mair und Anke Korb neue Gesichter im Team der SPÖ Lienz.
„Ziel ist, dass ich wieder Bürgermeisterin der Stadt Lienz werde und dass wir unseren derzeitigen Stand von sieben Mandaten im Gemeinderat halten“, so Bgm. LA DI Elisabeth Blanik am Freitag, 27. November 2015, bei der Präsentation der KandidatInnen-Liste für die Gemeinderatswahl am 28. Februar 2016 im Salonwagen des alten Lienzer Heizhauses. Den Mandatsstand zu halten sei durchaus ein ambitioniertes Ziel, weil bei der Wahl vor sechs Jahren die Grünen und das BZÖ nicht mehr kandidierten und es dadurch zu einer vorteilhaften Konstellation gekommen sei. „Aber das siebte Mandat ist gut abgesichert. Ich weiß noch nicht, wer außer der ÖVP noch kandidiert. Habe gehört, dass die Liste Stadt Lienz (LSL) wieder antritt“, so Blanik.
Bgm. LA DI Elisabeth Blanik: „Wichtig war mir bei der Listenerstellung eine gute Durchmischung. Laut Statut gibt es bei uns eine Frauenquote von 40%, und auch Junge wollte ich möglichst weit vorne gereiht haben. Freude am Engagement ist im Gemeinderat natürlich besonders wichtig, weil nur mit Freude kann man erfolgreiche Arbeit leisten.“
Sowohl bei der Sitzung der Stadtpartei als auch bei der Mitgliederversammlung am 26. November sei sie einstimmig zur Spitzenkandidatin gewählt worden. Auf der zweiten Stelle der Liste findet sich Stadtparteivorsitzender Siegfried Schatz, auf der dritten Lokführer Wilhelm Lackner. Die Polizistin Jeannette Mair ist ein neues Gesicht und auf der vierten Stelle der Liste. Auf der fünften Stelle ist wieder ein Lokführer gereiht, nämlich Jürgen Hanser. Die Altenpflegerin Anke Korb auf der sechsten Stelle ist wie Mair neu im Team. Auf der siebten Stelle ist der Kontroller Armin Vogrincsics, auf der achten der Diplom-Sozialbetreuer Karl Zabernig, auf der neunten der Lokführer Herbert Niederbacher und auf der zehnten der Schüler Christopher Handl.
„Christina Gruber wollte aus familiären Gründen – sie hat zwei kleine Kinder – diesmal nicht kandidieren. Auch Andreas Hofer findet sich nicht mehr auf der Liste. Wir wollten ihn zwar noch für eine Kandidatur motivieren, er will sich aber voll auf seinen Job als SPÖ-Bezirksgeschäftsführer konzentrieren, und wir akzeptieren diese persönliche Entscheidung“, erklärte Blanik.
Angesprochen auf die große Dichte an ÖBB-Bediensteten – drei Lokführer – auf der Liste, sprach die Spitzenkandidatin auch gleich ein Hauptthema an, mit dem die SPÖ Lienz in die Wahlauseinandersetzung ziehen will, nämlich das neue Mobilitätszentrum rund um den Bahnhof. „Dass hier 71 Mio. Euro investiert werden, ist nicht nur für die Stadt, sondern für die Wirtschaft der gesamten Region äußerst wichtig. Wir wollen damit auch betonen, dass mit Staatseigentum behutsam umgegangen werden muss. In diesem Zusammenhang sind während der Zeit der Koalition von Schwarz-Blau viele Fehler passiert“, so Blanik. Als weitere wichtige Themen nannte sie die städtebauliche Entwicklung mit dem Wohnpark Süd und dem Stadtteil Grafenanger. „Die Sanierung der Schule Nord ist umzusetzen, außerdem liegt uns die Innenstadtentwicklung mit dem Hauptplatz besonders am Herzen. Durch die intensive Zusammenarbeit im Planungsverband, in ganz Osttirol und mit den Nachbarbezirken Bruneck, Spittal und Hermagor möchten wir unsere Region in Sachen Wettbewerbsfähigkeit noch stärker positionieren“, fasste die Bürgermeisterin zusammen.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images



