SPÖ: „In Lienz wurden viele Maßnahmen im Bereich Risikomanagement umgesetzt!“
Laut Bgm. Elisabeth Blanik und Vize-Bgm. Siegfried Schatz verfügt die Stadt Lienz über ein bestens funktionierendes Krisen- und Katastrophenmanagement.
Zu einem Mediengespräch betreffend Krisen- und Katastrophenmanagement luden die Lienzer Bgm. Elisabeth Blanik und Vize-Bgm. Siegfried Schatz am Mittwoch, 23. Feber, in den Ratsaal der Liebburg. „Das Risiko und Krisenmanagement ist eine der Grundaufgaben einer Gemeinde. In den letzten sechs Jahren ist in Lienz in diesem Bereich viel passiert, wir wollen bei diesem Mediengespräch aber auch einen Ausblick in die Zukunft geben“, so die Bürgermeisterin einleitend.
Bgm. LA DI Elisabeth Blanik: „Mit Starkschnee-, Starkregen- und Sturmereignissen war die Gemeindeeinsatzleitung in den letzten Jahren stark gefordert. Eine große Herausforderung war auch die Entschärfung der Fliegerbombe, die bei den Bauarbeiten am Bahnhof entdeckt wurde. Das Krisenmanagement der Stadt Lienz hat auch dabei bestens funktioniert. In den letzten Jahren ist fast jedes Krisen-Szenario, das wir geübt haben, auch eingetroffen.“
„Die Gemeindeeinsatzleitung ist erster Ansprechpartner bei Krisen und Katastrophen. Eine eigene Stabstelle wurde eingerichtet. Viele Schulungen wurden durchgeführt, Katastrophenpläne ausgearbeitet und bauliche Maßnahmen gesetzt. Der Hochwasserschutz und Vorsorgemaßnahmen für den Fall eines Blackouts sind auch in Zukunft besonders wichtig. So wurde für die Liebburg ein mobiles Notstromaggregat angeschafft und mit der Firma Rossbacher ein Vertrag für Treibstofflieferungen abgeschlossen. Für die interne Kommunikation wurden digitale Funkgeräte angekauft. Über die App Smartes Lienz kann man sich darüber informieren, was bei Notfällen und Katastrophen wichtig und zu tun ist“, berichtete Siegfried Schatz.
Vize-Bgm. Siegfried Schatz: „Im Falle eines Blackouts fallen Internet, Handy und teilweise auch die Versorgung mit Lebensmitteln und Treibstoff, in den Haushalten Heizung, Kühlschränke, E-Herd und auch Lifte aus. Hier braucht es dann eine Notstromversorgung. Auch die Blaulichtorganisationen sind zusätzlich gefordert, weil sie von Stromausfällen selbst betroffen sind.“
Um die Trinkwasserversorgung auch bei Stromausfall zu gewährleisten, wurde ein Gas-Notstromaggregat angeschafft. „Über unseren Tiefbrunnen und die Ringleitung können die Stadt Lienz, Nußdorf-Debant und Tristach mit Trinkwasser versorgt werden, auch wenn der Strom ausfällt. Die Pumpen werden in einem solchen Fall vom Notstromaggregat angetrieben“, so Bgm. Elisabeth Blanik.
Neben der Weiterentwicklung der Trainings-App Smartes Lienz wolle man in der nächsten Gemeinderats-Periode vor allem auch an so genannten Selbsthilfebasen arbeiten. „Das sind Einrichtungen z.B. in öffentlichen Gebäuden, über die Notrufe weitergeleitet werden und in Katastrophenfällen schnell geholfen werden kann. Es handelt sich dabei um keine Versorgungseinrichtungen, man kann aber die Blaulichtorganisationen – wie die Feuerwehr oder das Rote Kreuz – dadurch entlasten“, erklärte der Vize-Bürgermeister.

Ein großes Augenmerk legt die Stadt Lienz auf den Hochwasserschutz an der Isel und am Grafenbach. „In diesem Bereich wurden schon viele Maßnahmen gesetzt. Der Hochwasserschutz wird uns aber auch in der nächsten Periode massiv beschäftigen. Bei der Abwasserentsorgung ist der Einbau von Rückstausicherungen wichtig. Das sind Klappen im Kanal, die dazu dienen, dass es im Falle eines Stromausfalles nicht zu einem Rückstau in die Häuser und die Sanitäranlagen kommt“, erklärte die Bürgermeisterin dazu. Die beiden SPÖ-Mandatare berichteten auch von einer funktionierenden Notstromversorgung der Bezirkshauptmannschaft und der Feuerwehr Lienz sowie der Sendeanlagen.
„Ein großes Bewusstsein für die Sicherheit in unserer Stadt herrscht nicht nur bei den Mitgliedern der Gemeindeeinsatzleitung, sondern auch innerhalb der Verwaltung und bei einzelnen GemeinderätInnen. Viele GemeindemitarbeiterInnen haben mitgeholfen, wenn es in der vergangenen Periode zu Katastrophen und Krisen gekommen ist. In den letzten beiden Pandemie-Jahren waren wir auch mit Tests und Impfungen sowie der Aufrechterhaltung einer damit zusammenhängenden Infrastruktur stark gefordert. Auch das hat gut funktioniert, weil Gemeinde, Blaulichtorganisationen und Behörden bestens zusammengearbeitet haben“, betonte die Bürgermeisterin abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Stadt Lienz/Bernd Lenzer, Visualisierungen: Aberjung GmbH