Sparkurs für Bundesheer: Aus für Kaserne in Lienz?

Verteidigungsminister Klug will am Freitag, 3.10., sein Sparpaket präsentieren. Auf der ministerialen Schließungsliste könnte auch eine der beiden Kasernen in Lienz stehen.

Für Freitag, den 3.10., ist die Präsentation des Bundesheer-Sparpaketes in Wien geplant. Vorher stehen noch Gespräche von Bundesminister Gerald Klug mit den Bundesländern, u.a. am Donnerstag mit Tirols Landeshauptmann Günther Platter, an. In Tirol könnten offensichtlich einige Kasernenstandorte von den Schließungsplänen betroffen sein, darunter auch eine der beiden Kasernen in der Osttiroler Bezirkshauptstadt Lienz. Landtagsabgeordneter Hermann Kuenz meldete sich deshalb gestern in einer Aussendung zu Wort, in der er forderte, dass der Garnisonsstandort Lienz aufrecht erhalten bleiben müsse. „Es darf zu keiner Totalaushöhlung des Bundesheers in Osttirol kommen“, gibt sich Kuenz darin kämpferisch. „Im Bezirk Lienz gibt es seit jeher eine besonders gute Gesinnung in der Bevölkerung den Soldaten gegenüber. Nicht zuletzt deshalb, weil die Lienzer Garnison in der Vergangenheit bereits unzählige Male bei Hochwasser- und Lawinengefährdung im Einsatz war und stets zu einer Entspannung in Katastrophensituationen beigetragen hat.“ Ziel müsse es sein, die Mannschaftsstärke des Jägerbataillon 24 aufrechtzuerhalten. Der Osttiroler Landtagsabgeordnete erinnert auch daran, dass im Bezirk Lienz eine gute Vernetzung der zivilen und militärischen Organisationen über die Bezirkshauptmannschaft bestehe. „Osttirol ist bereits jetzt von Abwanderung betroffen, da qualifizierte Arbeitsplätze in unserem Bezirk Mangelware sind. Durch die Einsparungen darf es zu keiner weiteren Zuspitzung der angespannten Arbeitsmarktlage und der regionalen Wirtschaft kommen!“, so Kuenz abschließend.

Text: Politikredaktion, Foto: Brunner Images

01. Oktober 2014 um