Für Soziale Dienste GmbH wird Sozialplan erarbeitet
Strukturen, die während der großen Flüchtlingsströme in den Jahren 2015 und 2016 aufgebaut wurden, werden teilweise nicht mehr gebraucht.
Die Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD) wurde während der vermehrten Fluchtbewegungen auf Empfehlung des Landesrechnungshofes im Jahr 2015 gegründet. Die Anzahl der Asylsuchenden geht derzeit zurück, und so werden auch die Strukturen, die damals aufgebaut wurden, nicht mehr zur Gänze benötigt. „Es ist notwendig und verständlich, dass wir auf die geänderten Rahmenbedingungen reagieren und Kapazitäten anpassen müssen“, so LH Günther Platter.
LH Günther Platter: „Natürlich ist in einem Unternehmen, das von der öffentlichen Hand geführt wird, mit besonderer Sorgfalt vorzugehen. ArbeitnehmerInnen-Interessen müssen auf jeden Fall gewahrt und die Einsparungspotenziale noch umsichtiger geprüft werden. Daran wird derzeit in enger Zusammenarbeit aller Beteiligten auf Hochdruck und sehr strukturiert gearbeitet.“
Derzeit werde an einem konsequenten und sozial verträglichen Zurückfahren der Infrastruktur- und Personalkapazitäten gearbeitet, teilen LH Günther Platter und Soziallandesrätin Dr. Christine Baur mit. Die EigentümervertreterInnen der TSD würden die Sorgen der derzeit dort Beschäftigten verstehen, seien aber gleichzeitig verpflichtet, schonend mit Steuergeldern umzugehen. Nach einem Gespräch mit Geschäftsführung und Betriebsrat betonte der Landeshauptmann, dass die TSD unbedingt handlungsfähig bleiben müsse – für den Fall, dass wieder stärke Flüchtlingsbewegungen spürbar werden. „Wir müssen weiterhin auf alle Szenarien vorbereitet sein. Insbesondere die steigende Zahl von Flüchtlingsankünften in Italien zeigt uns, dass die Krise noch nicht vorbei ist“, hält Günther Platter fest.
In dem Gespräch mit Geschäftsführung und Betriebsrat wurde die Erstellung eines konkreten Sozialplanes vereinbart. „Wichtigste Inhalte dieses Sozialplanes werden die Gründung einer Arbeitsstiftung, Fachkräftestipendien sowie die Berücksichtigung von dienstrechtlichen Möglichkeiten und sozialen Faktoren der MitarbeiterInnen sein“, kündigte LR Christine Baur an.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Fotolia/Lydia Geissler, Osttirol heute/Mühlburger