Skitourenfestival erzürnt Lienzer Bürgermeisterin

Der Stadtrat überstimmte Bürgermeisterin LA DI Elisabeth Blanik bei der Vergabe der Dolomitenhalle als Austragungsort des 1. Skitourenfestivals vom 12. bis 15. Dezember.

Von 12. bis 15. Dezember 2013 soll Lienz zum Nabel der Skitourenwelt werden. Das 1. Austrian Skitourenfestival, veranstaltet vom LRC (Langlauf- und Radsportclub Lienzer Dolomiten), möchte dem immer beliebter werdenden Sport mit einer Expo in der Dolomitenhalle, Workshops und Fachvorträgen und einem Wettkampf Rechnung tragen und Osttirol als ideale Region für den Skitourensport präsentieren.

In der letzten Sitzung des Lienzer Stadtrats ging es um die Location für das Skitourenfestival. Dabei wurde Bürgermeisterin Elisabeth Blanik überstimmt und die Dolomitenhalle als Austragungsort festgelegt. „Die Gewichtung passt nicht,“ ärgert sich Blanik. Sie habe den Verantwortlichen mehrfach mitgeteilt, dass genau in dieser Zeit der Großteil der insgesamt 400 zur Verfügung stehenden Stunden bereits an die dort spielenden Vereine vergeben sei. Nun müsse die Halle von 9. bis 17. Dezember für den Normalbetrieb geschlossen bleiben, was für die Stadt einen finanziellen Verlust von 6.000 bis 7.000 Euro bedeute. „Die von den Vereinen veranstalteten Cups wie etwa der Wintercup, der Sport Lienz Cup oder der Cup 60+ bringen fixe Einnahmen. Für die davon Betroffenen ist der Ausfall der Halle ein großes Problem!“

Auch der Sportausschuss habe sich gegen die Dolomitenhalle als Austragungsort des Skitourenfestivals ausgesprochen, die Bürgermeisterin habe auch andere Locations wie etwa die RGO-Arena, den Stadtsaal oder die Tammerburg vorgeschlagen. Der LRC leistet 4.000 Euro Hallenmiete für den Event. „Die Tennisspieler haben aber schon ihre Abos erworben und sind jetzt sehr verärgert,“ so Bürgermeisterin Elisabeth Blanik.

Der Lienzer Stadtrat fasste für die Dolomitenhalle noch weitere Beschlüsse. So wird aufgrund mehrerer Einbrüche in der letzten Zeit ein Alarmanlagensystem im Wert von 3.000 Euro installiert. Gute 1.300 Euro investiert die Stadt in Sicherheitsmaßnahmen beim Geländer neben der Tanzfläche, in die Deko und eine Gummimattenabdeckung im Eingangsbereich, um auch für Ballveranstaltungen optimale Bedingungen bieten zu können.

Text und Foto: Judith Goritschnig

23. Oktober 2013 um