Sebastian Kurz unterstützt Bezirks-VP im Wahlkampf
Integrations-Staatssekretär Sebastian Kurz besuchte Osttirol und plädierte vor allem an die Jungen, sich einzumischen und von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.
Bevor Sebastian Kurz, Staatssekretär für Integration, am 20. September 2013 im neuen Lienzer Jugendzentrum mit Jugendlichen diskutierte, lud er gemeinsam mit dem neuen ÖVP-Bezirksobmann LA Martin Mayerl und Silke Steiner, Spitzenkandidatin der Bezirkspartei für die Nationalratswahl am 29. September, zum Pressegespräch. „Wahlen sind immer ein Wendepunkt. Viele Jugendliche glauben, es ändert sich sowieso nichts und ihre Stimme ist nicht entscheidend. In Gesprächen mit der Jugend orte ich aber eher eine Parteienverdrossenheit als eine Politikverdrossenheit. Ich bitte vor allem auch alle Jugendlichen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen“, so der Bundesobmann der Jungen ÖVP einleitend. Durch den Umstand, dass er sehr viel international unterwegs ist, sei ihm bewusst geworden, dass Österreich zwar ein schönes Land mit viel Wohlstand sei, dass sich aber auch vieles ändern müsse. „Ich merke, dass andere Länder aufholen und uns schon überholen – und ich denke da keineswegs nur an europäische Staaten“, meinte Kurz.
Sebastian Kurz: „Wir haben in Österreich ein ausgeprägtes Anspruchsdenken. Ich habe das Gefühl, dass es vielen Menschen immer weniger um Leistung, Eigenverantwortung und Freiheit geht.“
An der Art und Weise, wie in Österreich Politik gemacht werde, müsse einiges geändert werden, und die Staatsschulden hätten eine schon gefährliche Größe erreicht. „Wir zahlen jetzt schon 8 Mrd. Euro nur an Zinsen, das ist mehr als wir für das Bildungssystem ausgeben“, rechnete der Staatssekretär vor. Österreich sei der Weltmeister im späten Reparieren, vielmehr müsste seiner Meinung nach aber die Frühförderung ausgebaut werden. „Wir geben jährlich eine Milliarde Euro nur für die Arbeitslosenverwaltung aus, wir haben ein teures Bildungssystem, und trotzdem verlassen 8 000 Schüler jedes Jahr die Pflichtschule ohne Hauptschul-Abschluss“, erklärte Kurz. Außerdem hätte er oft das Gefühl, dass auf die Familien vergessen werde. Allein oder zu zweit ließe es sich in Österreich ganz gut leben, aber wenn in einer Familie Kinder dazukämen, sei das Leben vor allem auch für junge Familien oft nicht mehr leistbar.
„Es müsste einen Steuerfreibetrag für Familien geben, und in den Gemeinden – vor allem in Wien – müsste man mit einer Abgaben- und Gebührenbremse gegensteuern“, empfiehlt der 27-jährige ÖVP-Politiker. Für die Nationalratswahl wünsche er sich eine gestärkte ÖVP und dass Dr. Michael Spindelegger Bundeskanzler werde. „Und wenn wir im Nationalrat nach der Wahl mit Silke Steiner Verstärkung aus Osttirol bekommen, würde mich das besonders freuen“, so der Integrations-Staatssekretär abschließend.
Text Raimund Mühlburger, Fotos: R. Mühlburger, Brunner Images

