Schulden der Tiroler Gemeinden sind gesunken
Der Anteil der mit über 80 Prozent verschuldeten Gemeinden ging kontinuierlich zurück – 2012 waren noch 30 Tiroler Gemeinden in der höchsten Schuldenklasse.
Der Bericht zur Finanzlage der Tiroler Gemeinden im Jahr 2012 wurde am Freitag, 2. August 2013, veröffentlicht. Die Publikation wird von der Gemeindeabteilung herausgegeben und informiert umfassend über die finanzielle Situation, den Verschuldungsgrad und über die Verwendung der Bedarfszuweisungen aus dem Gemeindeausgleichsfonds (GAF).
„Der erfreuliche Trend in Richtung Schuldenabbau der Tiroler Gemeinden konnte auch im vergangenen Jahr fortgesetzt werden“, so Finanzlandesrat Mag. Johannes Tratter. So ist der Schuldenstand der Tiroler Gemeinden von 806 Mio. Euro im Jahr 2010 auf 784 Mio. Euro im Jahr 2011 und auf 772 Mio. Euro im vergangenen Jahr gesunken.
„Auch der Anteil der überschuldeten Gemeinden lag im Vorjahr unter dem Wert des Jahres 2011“, erklärte Tratter. 2010 wiesen noch 60 Gemeinden einen Verschuldungsgrad von über 80 % auf, 2011 waren es 37 Gemeinden und im letzten Jahr nur mehr 30 Gemeinden. Am meisten Tiroler Gemeinden – nämlich 126 – finden sich in der Gruppe mit einem Verschuldungsgrad von 21 bis 50 Prozent. Die Abgabenertragsanteile sind die wichtigste Einnahmequelle der Kommunen. Sie sind in Tirol von 2011 auf 2012 um rund 4,5 % gestiegen. „Projektbezogene Bedarfszuweisungen tragen dazu bei, die vielfältigen Infrastrukturvorhaben leichter zu schultern. Außerdem halten die Gemeinden mit ihren Investitionen den Konjunkturmotor am Laufen“, so Tratter abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Land Tirol