Schloss Bruck wird um über 1,2 Mio. Euro saniert

Bei der Sitzung am 7. Mai 2013 beschloss der Lienzer Gemeinderat eine weitere Sanierung des Schlosses und das Ausstellungsprogramm für den Sommer und Herbst 2013.Als im Jahr 2000 Lienz Schauplatz der Tiroler Landesausstellung war, wurden Teilbereiche von Schloss Bruck aufwendig saniert und restauriert. „Bereits damals wurde ein Maßnahmenkatalog für weitere dringend nötige Sanierungen erarbeitet. Jetzt sollten wir diese Restaurierungsarbeiten beschließen. Voraussetzung, dass mit den Arbeiten begonnen werden kann, ist, dass die noch nicht fix zugesagten Förderungen fließen“, sagte Bgm. DI Elisabeth Blanik bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag, 7. Mai 2013.

Die Sanierung des Westtraktes, der oberen Ausstellungsräume, des Rittersaalbodens, der Hauptstiege, des Turmes und der Kapelle kostet laut Planung von Architekt DI Gerhard Mitterberger 1.288.000 Euro. Förderungen des Bundes in Höhe von 128.000 Euro und des Landes in Höhe von 322.000 Euro sind noch nicht fix zugesagt. „Wenn man davon ausgeht, dass die Landesgedächtnisstiftung 300.000 Euro übernimmt, verbleiben für die Stadt 538.000 Euro“, rechnete Blanik vor. Der Tiroler Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa hätte empfohlen, für die Restaurierungsarbeiten ein Interreg-Projekt einzureichen. „Sollten hier evtl. 150.000 Euro fließen, verringert sich der Anteil der Stadt auf 388.000 Euro. Ich habe jedoch von van Staa gelernt, Förderungen erst endgültig einzuplanen, wenn man die Unterschrift am Vertrag hat“, betonte Blanik. Der Bauzeitplan sieht eine Fertigstellung der Sanierungsarbeiten bis 2016 vor. Der Grundsatzbeschluss für die Arbeiten und der Bauzeitplan wurden vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Museumsleiterin Silvia Ebner stellte im Rahmen der Gemeinderatssitzung das Ausstellungsprogramm für 2013 vor. Neben Werken von Albin Egger-Lienz sind heuer auch Gemälde von Franz Walchegger und dem zeitgenössischen Lienzer Künstler Hermann Pedit zu dessen 80. Geburtstag zu sehen. Einen Ausstellungs-Schwerpunkt bildet heuer das Thema „Fischgeschichte – Fischgerichte“. „Eine Besucherbefragung hat ergeben, dass naturkundliche Themen sehr gefragt sind. Die hauseigene Sammlung von 60 Fischpräparaten bildet einen Teil der Fisch-Ausstellung“, erklärte dazu die Museumsleiterin. Die Geschichte der Fischerei, Fischarten und -vorkommen, Fangtechniken und Fischräuber sowie Rezepte für Fischgerichte werden in der Schau u.a. thematisiert. Außerdem wird der rund eintausend Jahre alte Einbaum vom Obersee in St. Jakob i. Def. im Rahmen der Ausstellung auf Schloss Bruck zu sehen sein.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Brunner Images

09. Mai 2013 um