Sanierungskonzept für Gailtalstraße steht

Für die Sanierung und Erneuerung der Gailtalstraße B 111 von Tassenbach bis Untertilliach werden in den nächsten zehn Jahren vom Land 6,4 Mio. Euro investiert.

Im Gemeindeamt von Obertilliach stellte LH-Stv. ÖR Josef Geisler gemeinsam mit Baubezirksamts-Leiter DI Harald Haider und den Bürgermeistern des Tiroler Gailtales, Josef Außerlechner (Kartitsch), Matthias Scherer (Obertilliach) und Robert Mößler (Untertilliach), das Sanierungskonzept der Landesstraße vor. „Neben einer funktionierenden Landwirtschaft ist hier im Tal – wo es keine Industrie gibt – besonders der Tourismus bedeutend für die wirtschaftliche Entwicklung. Und auch der Sport hat im Tiroler  Gailtal eine starke Stellung. Das Land wird daher in den nächsten zehn Jahren 6,4 Mio. Euro in die Erhaltung der Gailtalstraße investieren“, so der Landesrat.

v.l.n.r.: Bgm. Josef Außerlechner (Kartitsch), LH-Stv. Josef Geisler, Bgm. Matthias Scherer (Obertilliach) und Bgm. Robert Mößler (Untertilliach) stellten das Sanierungskonzept im Gemeindeamt von Obertilliach vor.

v.l.n.r.: Bgm. Josef Außerlechner (Kartitsch), LH-Stv. Josef Geisler, Bgm. Matthias Scherer (Obertilliach) und Bgm. Robert Mößler (Untertilliach) stellten das Sanierungskonzept im Gemeindeamt von Obertilliach vor.

Ähnlich wie für die Pustertaler Höhenstraße habe die Politik auch für die B 111 ein Konzept in Auftrag gegeben, um den Zustand und die notwendigen Maßnahmen für eine bedarfsgerechte Erneuerung und Instandsetzung zu erheben. „Wie wohl hinlänglich bekannt, befindet sich die Straße in einem schlechten Erhaltungszustand. Konkret ist bei den Erhebungen herausgekommen, dass sich 57% der 23,7 km langen Straße in einem schlechten oder sehr schlechten und nur rund ein Drittel in einem guten Zustand befinden“, so der Baubezirksamts-Leiter. Auf 5,5 Kilometern – also knapp einem Viertel – sind auch Neubaumaßnahmen erforderlich, neben der Asphaltdecke muss also auch der Straßenunterbau (Frostkoffer) und die Straßenentwässerung erneuert werden. Auf rund 10,5 km sind für die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit und des Fahrkomforts in den nächsten zehn Jahren Erhaltungsmaßnahmen – im Wesentlichen die Erneuerung der Asphaltdecke – erforderlich.

Rund 16 km der Gailtalstraße auf Tiroler Seite werden in den nächsten zehn Jahren um 6,4 Mio. Euro saniert und erneuert.

Rund 16 km der Gailtalstraße auf Tiroler Seite werden in den nächsten zehn Jahren um 6,4 Mio. Euro saniert und erneuert.

Die Neubaumaßnahmen auf den 5,5 km werden in den nächsten fünf Jahren – Kosten ca. 4,3 Mio. Euro – umgesetzt, danach folgen bis 2024 die restlichen Maßnahmen. „Auf einem Teil der Strecke werden wir die Straße auf eine Breite von sechs Metern zurückbauen“, so Haider. Bei einer Frequenz von beispielsweise ca. 2.000 Fahrzeugen in Kartitsch täglich sei diese Breite ausreichend, und es werde Asphalt gespart. „Ich bin froh und bedanke mich, dass die Gailtalstraße jetzt aufwändig saniert wird. Wir als betroffene Bürgermeister vor Ort haben wegen des schlechten Erhaltungszustandes in letzter Zeit schon die eine oder andere Kritik zu hören bekommen“, so der Obertilliacher Bgm. Matthias Scherer.

Sein Kartitscher Amtskollege Josef Außerlechner appellierte an den Landesrat, die Bushaltestellen nicht aufzulassen und die Gemeinden bei deren Erhaltung zu unterstützen. „Allein in Kartitsch haben wir acht Haltestellen, die sehr sanierungsbedürftig sind. Der Personennahverkehr wird an Bedeutung gewinnen. Deswegen ist neben der Straßensanierung besonders auch die Erhaltung der Haltestellen für Einheimische wie Gäste und Wanderer sehr wichtig“, so Außerlechner. Mit den Baumaßnahmen begonnen wird im kommenden Herbst im Bereich Tassenbach/Monegge.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

24. Juni 2015 um