Runder Tisch beschäftigte sich mit Fachkräfteoffensive
Die Sozialpartner und Unternehmer trafen sich am Mittwoch, 11. März, zu einem Runden Tisch mit dem für den Arbeitsmarkt zuständigen Landesrat Mag. Johannes Tratter.
„Fachkräfteoffensive – Chancen für Osttirol“ war das Thema des Runden Tisches, zu dem sich die Vertreter der Arbeiterkammer, der Wirtschaftskammer, des Arbeitsmarktservices und Unternehmer mit Landesrat Johannes Tratter und LA DI Hermann Kuenz trafen. Im Anschluss an die Gespräche berichteten die beiden ÖVP-Politiker, AMS-Leiterin Doris Batkowski und WK-Bezirksstellenleiter Mag. Reinhold Lobenwein bei einem Pressegespräch über Erkenntnisse, Ergebnisse und geplante weitere Schritte.
Tratter betonte die Bedeutung des lebenslangen Lernens und der Lehre. „Eine abgeschlossene Lehre ist die Grundvoraussetzung für eine Anstellung. Die Wahrscheinlichkeit, arbeitslos zu werden, ist für Menschen mit einem Lehrabschluss drei Mal geringer als für jene, die nur die Pflichtschule absolviert haben“, so der Landesrat. Die Osttiroler AMS-Leiterin Doris Batkowski betonte den hohen Ausbildungsgrad der ArbeitnehmerInnen im Bezirk. „Das sieht man auch in der Arbeitslosenstatistik. In Tirol haben rund 50% aller als beschäftigungslos Gemeldeten nur einen Pflichtschulabschluss, in Osttirol liegt dieser Anteil bei nur 29%. Für gut Ausgebildete ist es bekanntlich viel leichter, einen Job zu finden. Das AMS und das Land fördern die Fachkräfteausbildung durch verschiedene Maßnahmen – Existenzsicherung während der Ausbildung, Fachkräftestipendium oder Qualifizierung nach Maß zum Beispiel“, so Batkowski.
LR Mag. Johannes Tratter: „Hier in Osttirol orte ich ein gesundes Selbstbewusstsein unter den Unternehmern und den Vertretern der Systempartner. Man hat erkannt, dass Jammern zu wenig ist, und es werden konkrete Maßnahmen gesetzt – den Austausch mit Personalverantwortlichen der Firmen finde ich eine äußerst gute und sinnvolle Idee.“
WK-Bezirksstellenleiter Reinhard Lobenwein ist es wichtig, die Attraktivität der Lehre in der Gesellschaft sichtbar zu machen, auch das im nächsten Jahr an der Lienzer HTL startende Bachelor-Studium für Mechatronik sei ein wichtiger Meilenstein in Richtung mehr und bessere Qualifikation. „Um die richtigen Maßnahmen zu setzen, wollen wir nun in Osttirol Treffen organisieren, bei denen sich Personalverantwortliche der Unternehmen mit Vertretern der Schulen bzw. des AMS über den Bedarf der Wirtschaft, was die Qualifikation und Ausbildung der Arbeitnehmer betrifft, regelmäßig austauschen“, so Lobenwein.
Von der Fachkräfteoffensive des Landes könne laut Landesrat Johannes Tratter natürlich auch Osttirol profitieren. „Mit dem neu eingeführten Fachkräftemonitoring können wir den branchenspezifischen Fachkräftebedarf aufzeigen, Trends erkennen sowie Angebot und Nachfrage besser aneinander heranführen“, erklärte der Landesrat.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger
