Osttiroler Unternehmer trafen Finanzminister
Eine Abendveranstaltung, an der auch Osttiroler Unternehmer teilnahmen, bildete den Abschluss einer Tirol-Tour von Bundesfinanzminister Hans Jörg Schelling.
Das Autohaus Porsche Innsbruck war gut gefüllt und bot den perfekten Rahmen für die Abschlussveranstaltung der Tirol-Tour von Bundesfinanzminister Hans Jörg Schelling. Unternehmer aus ganz Tirol waren der Einladung des Management Clubs und der Tiroler Volkspartei gefolgt. In seiner Ansprache ging Hans Jörg Schelling vor allem auf die geplante Steuerreform ein und stellte gleich zu Beginn klar: „Die Steuerreform kommt!“ Auch aus dem Datum machte er kein Geheimnis: Bis zum 17. März werde das Paket stehen. In einigen Eckpunkten, so der VP-Minister, sei man sich mit der SPÖ bereits einig. So werde der Eingangssteuersatz von 36,5 auf 22% sinken. Auch das Gesamtvolumen von 5 Milliarden Euro sei bereits außer Streit gestellt und beim Thema Negativsteuer zeichne sich ebenfalls eine Lösung ab.
Laut Finanzminister Schelling hat Österreich in erster Linie ein Ausgaben- und kein Einnahmenproblem: „Wir haben eine Steuerquoten von 43% und liegen damit 8% über dem EU?Schnitt. Genau hier müssen wir deshalb auch ansetzen“. Um die Wirtschaft anzukurbeln, müsse man die Menschen spürbar entlasten und so den Inlandskonsum stärken. „Die ständigen SPÖ-Rufe nach neuen Steuern führen nur zu Verunsicherung und haben zur Folge, dass sich die Unternehmen mit Investitionen zurückhalten.“ Schelling sprach sich deshalb ganz klar gegen eine Einführung einer Erbschafts-, Schenkungs- oder Vermögenssteuer aus. „Wenn man mit diesen Steuerideen ein Volumen erzielen will, muss man voll in den Mittelstand gehen. Im Grunde sind diese Forderungen nichts anderes als die Anleitung für eine stille Enteignung.“ So etwas werde es mit ihm nicht geben, versicherte der Bundesminister abschließend.
Text: Politikredaktion, Fotos: VP


