Nußdorf-Debant: Land investiert kräftig in Digitalisierungsoffensive an Schulen
5 Mio. Euro werden von 2018 bis 2022 in die Digitalisierung von Tiroler Schulen investiert. 37 Osttiroler Schulen sind bisher in die Digitalisierungsoffensive involviert.
An der Neuen Mittelschule Nußdorf-Debant machte sich Bildungslandesrätin Beate Palfrader Donnerstagvormittag ein Bild von den Fortschritten in Sachen Digitalisierungsoffensive an Tiroler Schulen. 5 Mio. Euro investiert das Land Tirol von 2018 bis 2022 in dieses Projekt. „Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Infrastruktur- und IT-Ausstattung mit digitalen Lehr- und Lernlaboren. Den SchülerInnen soll der kritische Umgang mit Internet und sozialen Medien vermittelt werden. Auch eine Aus- und Fortbildungsoffensive für Lehrpersonen wurde gestartet“, fasste die Landesrätin die Ziele zusammen.
Zum Projektstart im Schuljahr 2018/19 wurden 106 Tiroler Pilotschulen gefördert, 2019/20 folgten 64 Schulen, und für das nächste Schuljahr haben sich bereits 127 Schulen mit insgesamt 754 Klassen für „Bildung 4.0 – Tirol lernt digital“ angemeldet. Aus dem Bezirk Lienz beteiligten sich zum Projektstart 14 Schulen, ein Jahr später zwölf Schulen an der Digitalisierungsoffensive. Für das Schuljahr 2020/21 sind elf Schulen aus Osttirol angemeldet. Insgesamt werden seit 2018/19 rund 250.000 Euro in die Maßnahmen an Osttiroler Schulen investiert. Die NMS Nußdorf-Debant ist dabei eine der teilnehmenden Pilotschulen Tirols und wurde im Schuljahr 2018/19 mit 13.750 Euro gefördert. Mit diesen Mitteln wurden Tablets, kleine Programmierroboter und ähnliche Materialien finanziert, die von allen SchülerInnen in verschiedenen Fächern verwendet werden.
„Die digitale Grundbildung ist ein zentraler Schwerpunkt an unserer Schule. Es werden aber genauso Teamfähigkeit und strategisches Denken gefördert“, so Direktor Thomas Greuter. Heimische Institutionen und Unternehmen unterstützen das Projekt „Digi Kids“, bei dem bereits den VolksschülerInnen die Welt der Programmierung näher gebracht wird. Dafür wurden sogenannte „Roboterbienen – BeeBots“ angekauft. Neben der ARGE Vordenken für Osttirol, der Felbertauernstraße AG und der Arbeiterkammer Tirol haben die Privatstiftung der Lienzer Sparkasse, der Verein Industrial Mechatronics und die Wirtschaftskammer Tirol die notwendigen Mittel für 41 Volksschulen mit insgesamt 123 Klassen aus dem ganzen Bezirk zur Verfügung gestellt.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Osttirol heute/Mühlburger