NR-Wahl: ÖVP-Minister Norbert Totschnig: „Leistung, Familie und Sicherheit im Fokus!“

Bei einem Pressegespräch zur Nationalratswahl am 29. September sprach der Tiroler ÖVP-Spitzenkandidat Norbert Totschnig in Lienz auch die für Osttirol besonders wichtigen Themen „Wolf“ und „Wald“ an.

„Als Minister und VP-Spitzenkandidat für Tirol und Osttirol habe ich natürlich besonders auch meinen Heimatbezirk im Fokus. So ist es mir jetzt im  Wahlkampf wichtig, jedes Eck des Bezirkes zu besuchen und mit den Leuten zu diskutieren. Ich verstehe Politik als service- und lösungsorientiert“, betonte Norbert Totschnig beim einem Pressegespräch am Donnerstag, 12. September, einleitend. Er ist mit sechs Geschwistern auf einem Bauernhof in Tristach aufgewachsen und bekleidet seit Mai 2022 das Amt des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft.

Mit dem Österreichplan wolle die ÖVP die Weichen für die Zukunft stellen. „Im Mittelpunkt stehen Leistung, Familie und Sicherheit. Leistung muss sich wieder mehr lohnen. Mit unserer Ökosozialen Marktwirtschaft legen wir nicht nur großen Wert auf eine starke Wirtschaft und Landwirtschaft, sondern auch auf den Klimaschutz und die Klimawandelanpassung sowie auf attraktive Rahmenbedingungen für Arbeit“, erklärte Totschnig.

Basis für den Österreichplan seien christdemokratische Werte. „Die Valorisierung von Familien- und Sozialleistungen sowie der Unterstützungsleistungen für Wirtschaft und Landwirtschaft sind zentrale Punkte. Die illegale Migration muss gestoppt werden, und unser Kampf gilt auch dem illegalen Schlepperwesen.“

Der Bundesminister ging auch auf zwei Osttirol-spezifische Themen ein – die großen Beutegreifer und den Zustand der Wälder. „Wir müssen auf europäischer Ebene Allianzen schmieden, um eine Senkung des Schutzstatus für den Wolf zu erreichen. Es gibt bereits den Vorschlag der Europäischen Kommission, den internationalen Schutzstatus des Wolfs im Rahmen des Berner Übereinkommens herabzusetzen. Auf nationaler Ebene war es wichtig, Gesetzesgrundlagen zu schaffen, um in Tirol Problem- und Schadwölfe entnehmen zu können. In Europa gibt es rund 20.000 Individuen. Eine Regulierung der Bestände wie auch bei anderen Raubtieren ist für die Sicherheit der Bevölkerung und der Touristen sowie für die Aufrechterhaltung der Alm- und Weidewirtschaft unumgänglich“, so Totschnig.

In Sachen Zustand der Osttiroler Wälder stellte der Minister eine „aktive Bewirtschaftung“ in den Mittelpunkt. „Ziel ist es, klimafitte Wälder zu entwickeln. In Osttirol wurden große Teile des Schutzwaldes durch Unwetterereignisse und den Borkenkäfer zerstört. Wir sind dabei, einen Masterplan für den Osttiroler Wald mit neun Leuchtturmprojekten zu entwickeln, den wir noch in diesem Herbst vorstellen werden“, informierte der Minister.

 

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Osttirol heute/Mühlburger

12. September 2024 um