„Never ending story“ oder Lösung in Sicht?
Unter dem Punkt Allfälliges kam bei der Gemeinderatssitzung am Montag, 8.6., in Lienz eine neue Entwicklung rund um das Kaufhaus-Projekt an der Dolomitenkreuzung zur Sprache.
„Ich glaube das erst, wenn die Bagger auffahren“, so kommentierte die Lienzer Bürgermeisterin LA DI Elisabeth Blanik ein Schreiben des möglicherweise neuen „starken Mannes“ rund um den sich nun schon über Jahre hinziehenden Poker um ein Großkaufhaus an der Lienzer Dolomitenkreuzung. Elisabeth Blanik verlas am Montag einen Brief des aus Südtirol stammenden deutschen Immobilieninvestors Dr. Martin Hellweger, den sie, so das Lienzer Stadtoberhaupt, „heute Mittag erhalten habe“.
Hellweger, CEO und Alleininhaber des Immobilienunternehmens Kronberg International mit Sitz in der deutschen Bundeshauptstadt Berlin, erklärte in dem Schreiben, dass seine Firma sich mit der Südtiroler Sparkasse über den Erwerb des Hypothekardarlehens geeinigt habe, über welches das Grundstück an der Lienzer Dolomitenkreuzung finanziert wurde. Diesbezügliche Verträge seien in Ausarbeitung. Er, so Hellweger, habe zudem einen Vertrag mit der Signa-Gruppe von Rene Benko, woraus sich Synergien (Großkaufhaus Innsbruck und geplantes in Bozen) ergeben könnten. Die Signa-Tochter ICM, vertreten durch GF Bernhard Pöll, werde weiterhin als Ansprechpartner in Lienz fungieren und solle das Projekt fortführen. Die Ansprüche regionaler Gläubiger wolle man „als Zeichen des guten Willens“ im Kulanzweg befriedigen. Als Termin für einen möglichen Baubeginn nannte Hellweger, der auf einen vor Kurzem realisierten Kaufhaus-Deal mit der ECE-Gruppe in Verona verwies, den Herbst 2015, spätestens das Frühjahr 2016.
Text: J. Hilgartner, Fotos: Osttirol heute/H. Kraner

