Neuigkeiten vom Lienzer Stadtrat
Das neue Gebäude für Wildwasserpark und Bergrettung in der Pfister sowie die Bebauung des Minekugel-Areals waren u.a. Themen bei der Stadtrat-Sitzung am 15. September.
Wie gewohnt berichtete Bgm. LA DI Elisabeth Blanik nach der Sitzung des Lienzer Stadtrates den Medien von den wichtigsten Diskussionspunkten und Beschlüssen:
Wildwasserpark und Bergrettungsheim Pfister
Auf dem Grundstück der Stadt Lienz will die Firma Cools (Armin Prenn) einen Wildwasserpark u.a. für Rafting-Angebote und die Bergrettung ein neues Vereinsheim errichten. Laut den vorgelegten Plänen für ein gemeinsames Bauprojekt hat die Stadt Lienz Baurechte eingeräumt.
Die Parzelle für das Bergrettungsheim hat ein Ausmaß von 347 m². Es soll ein Vereinsheim mit Einsatzzentrale, Lager, Parkplätzen usw. entstehen. Der Stadtrat beschloss die Einräumung eines Baurechtes für 99 Jahre für einen symbolischen Baurechtszins von 1 Euro pro Monat. Die Ortsstelle Lienz ist die größte der Bergrettung Tirol und umfasst 16 Gemeinden im Lienzer Talboden. Die Finanzierung des Vereinsheimes und die Fördermöglichkeiten seien derzeit durch die Bergrettung in Abklärung. Eine Beteiligung der Stadtgemeinde Lienz an den Baukosten stellte die Bürgermeisterin in Aussicht.
Die Parzelle für den Wildwasserpark hat ein Ausmaß von 1.007 m². Zusätzlich sind 83 m² für das Bootshaus an der Isel vorgesehen. Das Projekt beinhaltet unter anderem ein Anmeldebüro, Umkleiden, Sanitäreinrichtungen, ein kleines Restaurant und eine kleine Kletterwand. Der Stadtrat beschloss die Einräumung eines Baurechtes für 50 Jahre. Der Baurechtszins beträgt 500 Euro monatlich. Grundsätzlich ist eine Nutzung in den Monaten Mai bis September geplant. Der jährliche Baurechtszins würde also 2.500 Euro betragen. Sollte der Wildwasserpark in weiteren Monaten im Frühjahr oder Herbst genutzt werden, fällt ebenfalls ein Zins von 500 Euro pro Monat an.
Bebauungsstudie Minekugel-Areal
Nachdem Markus Zanier sein Vorhaben für die Errichtung eines Logistikzentrums in diesem Bereich zurückgezogen hat, gab die Stadt eine Bebauungsstudie für diesen Teil des Grundstückes in Auftrag. Zahlreiche Bauträger – darunter die GHS, die Neue Heimat, die OSG, die Baugen. Frieden, die WE und die Gemeinn. Hauptgen. des Siedlerbundes – haben Bebauungsstudien vorgelegt. Bei der Stadtrat-Sitzung wurde über die Vorschläge der WE und der OSG diskutiert.
1. Studie WE in Zusammenarbeit mit der Architektengemeinschaft Griessmann-Scherzer-Mayr
Dieser Vorschlag sieht eine Reihenhausbebauung im vorderen Teil sowie eine Bebauung mit Einfamilien- und Doppelhäusern im hinteren Teil vor. Die Bürgermeisterin und die Fraktionsführer sprachen sich für die Umsetzung dieser Studie aus.
2. Studie OSG in Zusammenarbeit mit den Architekten Peter Paul Rohracher/Michael Prodinger
Im vorderen Teil wird eine Reihenhausbebauung und ein Wohnblock mit Erdgeschoss und max. zwei Obergeschossen vorgeschlagen. Im hinteren Teil sieht die Studie Wohnblöcke mit Erdgeschoß und max. drei Obergeschossen vor.
Die Stadträte der ÖVP-Fraktion sprachen sich für den OSG-Vorschlag aus. Zu einer Einigung, welche Bebauungsstudie weiter forciert wird, kam es also nicht.
Text: Raimund Mühlburger, Visualisierung: Architekturbüro Madritsch


