Neuer Leitfaden für Räumschneeeinbringung
Der neue Leitfaden der Landesabteilung Wasserwirtschaft für eine umweltverträgliche Räumschneeeinbringung in Gewässer ist auf der Homepage des Landes Tirol abrufbar.
Die schneereichen Winter der letzten Jahre haben schon wiederholt zu Diskussionen über das Für und Wider der Räumschneeeinbringung in Gewässer gesorgt. „Oft werden Gewässer als Entsorgungsadern beansprucht, weil wenig alternative Schneeentsorgungsmöglichkeiten sowie zu geringe Räum- und Deponieflächen vorhanden sind. Zu berücksichtigen ist, dass es im Zuge dieser Praxis zu ökologischen Nachteilen und sogar zu Gefahrensituationen für Siedlungsräume durch Überflutungen kommen kann“, betont dazu LH-Stv. Anton Steixner in seiner heutigen Aussendung.
Der neue Leitfaden soll hier Abhilfe schaffen und Schäden verhindern, wobei die Kernaussage lautet, dass vor allem kleine Gewässer aus Gründen des Gewässer- und Hochwasserschutzes keinen Räumschnee vertragen. „Der nun erstellte Leitfaden soll den Betroffenen – meist Behörden oder Gemeinden – als Orientierung dienen und dazu anregen, fachlich fundierte und wenn möglich einvernehmliche Lösungen zur Räumschneeentsorgung zu finden“, hofft der Straßen- und Sicherheitsreferent des Landes.
Bei mittleren und großen Gewässern sollte ein Eintrag von Räumschnee nur in Verbindung mit Räumschneekonzepten oder detaillierten Untersuchungen über die Auswirkungen, die Alternativen und die Ausgleichsmaßnahmen erfolgen.
Hier der Link zum neuen Leitfaden: http://www.tirol.gv.at
Text: Redaktion, Foto: Land Tirol