NEOS Osttirol: „Lienz soll spätestens 2040 die Sonnenhauptstadt Österreichs sein!“
Ihre Ideen zu den Themen Mobilität und Energie stellten die NEOS-Politiker Domenik Ebner und LA Andreas Leitgeb im Hinblick auf die bevorstehenden Gemeinderatswahlen vor.
Domenik Ebner wird bei den Gemeinderatswahlen am 27. Februar 2022 in Lienz als Spitzen- und Bürgermeisterkandidat mit einer NEOS-Liste antreten. „Die Kandidatur in Lienz ist fix, und auch das Team ist fast vollständig. Am nächsten Freitag werden wir die Kandidatur in einer weiteren Osttiroler Gemeinde bekanntgeben“, sagte der Osttiroler Regionalsprecher der NEOS am Freitag, 29. Oktober, bei einer Pressekonferenz, bei der er gemeinsam mit LA Andreas Leitgeb, Verkehrssprecher der Tiroler NEOS, seine Ideen in Sachen Mobilität und verstärkte Nutzung des Solarpotenzials in Lienz und Osttirol präsentierte.
„In Sachen Mobilität geht es immer um die letzte Meile. Unser erster Vorschlag ist, dass man mit dem Sportpass die Regio-Busse in Lienz ganzjährig nutzen kann, nicht nur – wie derzeit – als Ski- und Bäderbus. Dazu müsste man den Sportbegriff weiter fassen. Die Autonome Mobilität muss in Lienz ausgebaut werden. Ein gutes Beispiel dafür wäre das Smart Mobil in Pörtschach, das im Ort seine Runden dreht und kostenlos ist. Insgesamt geht es uns um die Entwicklung einer bedarfsorientierten öffentlichen Mobilität. So gibt es etwa in Klagenfurt mit dem so genannten Kleinen Bus ein Angebot, bei dem Zeitpunkt und Zustiegsort mehr oder weniger egal sind. Auch zwischen Spittal an der Drau und Villach gibt es mit Rudis Rufbus in diesem Zusammenhang ein hervorragendes Angebot“, so Ebner.
Die NEOS fordern eine autofreie Lienzer Altstadt. „Am Hauptplatz funktioniert das schon sehr gut. Aber im Bereich von der Muchargasse über den Johannesplatz bis zur Zwergergasse fährt trotz Verbots jeder durch. Das ist nicht nur gefährlich, sondern es geht auch um Lärm- und Umweltschutzfragen. Man müsste hier den Begriff Anrainer enger fassen und das bestehende Fahrverbot auch entsprechend kontrollieren“, so der NEOS-Politiker.
In Sachen „Sonnenstadt Lienz“ sprach Ebner von einem „Marketingschmäh“. „Mit 9,13 PV-Anlagen pro tausend Einwohnern hinkt Lienz als Bezirksstadt österreichweit hinten nach, obwohl das Solarpotenzial mit 2.000 Sonnenstunden überdurchschnittlich hoch ist. Wir schlagen eine Vereinfachung der Genehmigungsverfahren vor. Als Goodie sollten alle Gebühren für eine neue Photovoltaik-Anlage von der Stadt übernommen werden. Lienz sollte Vorbild sein und auf den Dachflächen stadteigener Gebäude verstärkt PV-Anlagen installieren – pro Jahr im Ausmaß von mindestens 25 Kilowatt-Peak“, so Ebner. Abschließend fasste er seine Vision in Sachen Solarpotenzial und dessen Nutzung so zusammen: „Die Stadt Lienz soll bis 2040 die Sonnenhauptstadt Österreichs werden!“
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Osttirol heute/Mühlburger