Mobilitätspreis: Innovative Projekte gesucht
Städte haben bei der umweltfreundlichen Mobilität Vorteile. Eine zentrumsnahe Siedlungsentwicklung sowie Nahversorger können diese auch am Land fördern.
Bereits zum 25. Mal sucht der VCÖ heuer im Rahmen des Mobilitätspreises Tirol vorbildliche Projekte für eine umweltfreundliche Mobilität in den Städten und Regionen. In den letzten 25 Jahren gab es 3.935 Einreichungen, 289 Projekte wurden ausgezeichnet – davon 23 aus Tirol. Bereits 70% der Alltagswege werden beispielsweise in Innsbruck umweltfreundlich zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. Das ist der zweithöchste Wert nach Wien, macht der VCÖ aufmerksam. Innerhalb Tirols seien die Mobilitätsunterschiede zwischen Stadt und Land groß. Aber auch am Land ist die Mehrheit der Alltagswege kürzer als fünf Kilometer.
Der VCÖ sucht beim Mobilitätspreis Tirol, der in Kooperation mit dem Land und den ÖBB durchgeführt wird, vorbildliche Projekte für umweltfreundliche Mobilität. Insgesamt hätten Städte bei der umweltfreundlichen Mobilität einen Startvorteil, weil die Alltagsziele in der Nähe und die Distanzen deshalb entsprechend kürzer sind, teilt VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer mit. „Das Mobilitätsverhalten hängt wesentlich von der Siedlungsentwicklung ab. Zersiedelung erhöht die Abhängigkeit vom Auto, eine zentrumsnahe Siedlungsentwicklung ermöglicht ein umweltfreundlicheres und kostengünstigeres Mobilitätsverhalten“, so Gansterer. Wenn die Nahversorgung gestärkt wird oder etwa Supermärkte zentrumsnahe angesiedelt werden, könnten Einkäufe leichter zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. „Mir ist dieser Preis sehr wichtig, weil sich viele Gemeinden um tolle Projekte bemühen, um die Lebebsqualität für die BürgerInnen zu steigern. Wer in den letzten Wochen vor der Gemeinderatswahl in unserem Land unterwegs war, hat gespürt, dass Mobilitätsthemen eine ganz zentrale Rolle spielen“, so LH-Stv. Mag. Ingrid Felipe bei der Präsentation des Preises.
Einreichunterlagen auf www.vcoe.at oder beim VCÖ unter Tel.-Nr. 01/8932697, Einreichschluss ist am 5. Juni 2016.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Land Tirol/Steiner
