Minekugel: OSG setzte sich im Gemeinderat durch
Die OSG und die Wohnungseigentum präsentierten im Lienzer Gemeinderat am 13. Oktober 2015 ihre Vorschläge für die Bebauung des Minekugel-Areals.
Der Beschluss, welche Wohnbaugesellschaft am Minekugel-Areal tätig wird, fiel bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag, 13. Oktober 2015. Ein Grundstück im Ausmaß von rund 18.000 m² erwarb die Stadt dort, um Häuslbauern im Stadtgebiet die Verwirklichung ihres Wohntraumes zu ermöglichen und dadurch vielleicht die „Abwanderung“ in die Umlandgemeinden etwas eindämmen zu können. Auf rund einem Drittel des Areals war vorgesehen, einen Gewerbebau zu errichten. Die Firma Zanier hatte Interesse, zog ihr Vorhaben jedoch zurück.
Nun gab die Stadt eine Bebauungsstudie für das gesamte Areal in Auftrag, auf dem für den Gewerbebau vorgesehen Grund soll eine Wohnbaugesellschaft Wohnungen errichten. Zahlreiche Gesellschaften beteiligten sich und legten eine Bebauungsstudie vor. Die Osttiroler gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft (OSG) und die Wohnungseigentum (WE) kamen in die Endausscheidung und präsentierten ihre Bebauungsstudien nach dem Stadtrat nun auch dem Gemeinderat. WE-Vorstand DI Walter Soier stellte gemeinsam mit Architekt DI Egon Griessmann die Studie der WE vor, OSG-Geschäftsführer Georg Theurl zusammen mit Architekt DI Peter Paul Rohracher den Bebauungsvorschlag der OSG.
Die wesentlichsten Unterschiede betreffen die Art der Erschließung mit Straßen und die Höhe der Objekte. Für das Drittel, das von der Wohnbaugesellschaft erworben und bebaut wird, schlug die WE eine Reihenhausbebauung sowie eine Bebauung mit Einfamilien- und Doppelhäusern vor. Die OSG plante eine Reihenhausbebauung im südlichen Teil, dahinter einen Wohnblock mit Erdgeschoss und zwei Obergeschossen und am nördlich gelegenen Grundstücksteil zur Straße hin einen Wohnblock mit Erdgeschoß und drei Obergeschoßen.
Es entwickelte sich eine rege Diskussion über die Breite der Straßen und die Höhe der Gebäude. Für Vize-Bgm. Meinhard Pargger sprach die verdichtete Verbauung an der Straße mit der viergeschossigen Anlage für die OSG-Studie. Bgm. LA DI Elisabeth Blanik sagte, dass ihr diese Blöcke zu massiv sind. Das WE-Projekt sei für sie eine ideale Mischung aus Reihenhaus und Gartensiedlung und biete außerdem schönere Aufenthaltsflächen.
Schließlich wurde über beide Bebauungsstudien abgestimmt. Gemeinderätin Christina Gruber erklärte sich für befangen, weil sie selbst an einem Wohnobjekt interessiert sei. FPÖ-Mandatar Josef Blasisker enthielt sich der Stimme. Für die WE-Studie stimmten die sechs SPÖ- und die zwei LSL-Gemeinderäte, für den OSG-Vorschlag die elf ÖVP-Mandatare. Die OSG erhielt also den Zuschlag, wird nun die Detailplanung vornehmen, das Grundstück erwerben und dieses dann bebauen.
Hier die Studie der OSG, wie sie bei der GR-Sitzung präsentiert wurde
Text: Raimund Mühlburger, Visualisierung: OSG


