Matrei: Ertragsüberschuss in Jahresrechnung 2014
Bei der GR-Sitzung vom 30.3. wurde die Jahresrechnung 2014 genehmigt. Ergebnis auf Basis von Budgetdisziplin und höherer Einnahmen, Gesamtschuldenstand gesenkt.
Wie der Leiter der Finanzverwaltung der Marktgemeinde Matrei i.O., Mag. Michael Rainer, in einer Aussendung informiert, weist die ordentliche Jahresrechnung der Marktgemeinde Matrei in Osttirol für das abgelaufene Wirtschaftsjahr 2014 einen Ertragsüberschuss von Euro 240.594.96 auf. Dieses Ergebnis konnte Bgm. BR Dr. Andreas Köll dem Matreier Gemeinderat in seiner Sitzung von Montag, 30.03.2015, unterbreiten. Die Jahresrechnung 2014, die vom gemeinderätlichen Überprüfungsausschuss am 11.03.2015 TGO-gemäß vorgeprüft wurde, zeigt in der ordentlichen Gebarung Gesamteinnahmen von Euro 13.172.276,25 bei Gesamtausgaben von Euro 12.921.711,29. Dies ergibt unter dem Strich ein positives Resultat von 240.564,96 Euro. Zu diesem Jahresergebnis haben lt. Angaben der Gemeindeführung im Wesentlichen die Mehreinnahmen aufgrund der positiven Wirtschaftsentwicklung in der Iseltaler Marktgemeinde sowie die Minderausgaben auf Basis einer hohen Budgetdisziplin beigetragen. Bei der Kommunalabgabe konnte ein Plus von 13% bzw. mehr als eine Verdoppelung bei den Einnahmen in Hinsicht auf die Tiroler Verkehrserschließungsabgabe, jeweils gegenüber dem Budgetwert (entsprechend der Budgetplanung im Dezember 2013), vermerkt werden. Allein von 2013 auf 2014 stiegen die Einnahmen aus den ausschließlichen Gemeindeabgaben um 22,15 % (siehe Grafik 1).
Demgegenüber fiel allerdings die Einnahmenentwicklung bei den Ertragsanteilen an den gemeinschaftlichen Bundesabgaben im selben Betrachtungszeitraum deutlich niedriger aus: Dies zeigen die Steigerungsraten lediglich von 2,79% (2012/2013) bzw. gar nur 0,35% (2013/2014), worin sich nach wie vor die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise widerspiegeln. Das Niveau bei den Abgabenertragsanteilen im Vergleich „vor der Krise“ und „nach der Krise“ wurde bis heute bei weitem noch nicht erreicht.
Begleitet wurden die oben genannten Mehreinnahmen von der ausgabenseitigen Budgetdisziplin durch laufende Einsparungen bzw. Minderausgaben, insbesondere bei den von der Gemeinde direkt beeinflussbaren Kosten. Insgesamt konnte bei einem Ausgabenvolumen von rd. 13 Mio. Euro eine Unterschreitung von 2,30% bezogen auf die Gesamtausgaben im ordentlichen Haushalt erzielt werden (siehe Grafik 2).
Trotz vielfältiger Bemühungen zur weiteren Haushaltskonsolidierung musste man aber eine erneut deutliche Steigerung der Ausgaben in Transferbereichen zur Kenntnis zu nehmen. Dazu zählen beispielsweise die alljährlichen Ausgabensteigerungen im dominanten Aufgabenbereich des Sozialwesens.
Der Gesamtschuldenstand der Marktgemeinde konnte im Rechnungsjahr 2014 weiter reduziert (konkret um Euro 928.272,15) werden. Der Verschuldungsgrad im Jahre 2014 lag mit 64,70% um fast 9% unter dem budgetierten Wert (73,67%).
Im Rahmen des außerordentlichen Haushaltes wurden im Haushaltsjahr 2014 insgesamt sieben verschiedene Vorhaben (u.a. Projekt „Zellbrücke“ – siehe Bild unten) abgewickelt. Dafür wurden dafür insgesamt rund Euro 1,8 Mio. aufgewandt, wobei für die Finanzierung der Vorhaben keinerlei Fremdmittel in Anspruch genommen werden mussten.
Die Marktgemeinde Matrei in Osttirol hat als flächenmäßig zweitgrößte Gemeinde Tirols eines der größten Gemeinde-, Interessentschaftsstraßen- und Wald- und Wegenetze des Landes zu betreuen, dazu kommen im Gemeindegebiet 68 Brücken. Eine davon, die „Zellbrücke“ im Bereich der Fraktionen „Bichl“ und „Ganz“, wurde 2014 hochwassertauglich erneuert.
Text: Politikredaktion, Fotos: Osttirol heute, Marktgemeinde Matrei i.O.

