Lienzer Schutz vor Naturgefahren als Vorbild

Professor Cheung Chong-Soo, Delegierter der südkoreanischen Regierung, informierte sich in Lienz über Risikovermeidung und Maßnahmen zum Schutz vor Naturgefahren.

Sagenhafte 17.534 Kilometer legte Anfang dieser Woche Professor Cheung Chong-Soo von der Soongsil University in Südkorea via Flugzeug und Bahn zurück, um sich in der Osttiroler Bezirkshauptstadt über deren Krisen- und Katastrophenmanagement zu informieren. Aufmerksam wurde der Delegierte der südkoreanischen Regierung auf die Stadt Lienz, weil diese von den Vereinten Nationen im Programm „UNISDR“ (United Nations International Strategy vor Desaster Reduction) gemeinsam mit der schwedischen Stadt Linköping als europäisches Vorzeigemodell im Bereich der Katastrophenvorsorge ausgezeichnet wurde.

„Professor Chong-Soo wollte alles über unsere Herangehensweise im kommunalen Risikomanagement wissen, informierte sich darüber, wie wir den Prozess entwickelt haben, welche Strukturen wir dazu benötigen und welches Maßnahmenkonzept besteht“, so Stadtmarketing-Leiter Mag. (FH) Oskar Januschke, der in der Stadt Lienz auch die Abteilung für Umwelt und Zivilschutz leitet. Eine detaillierte Gefahrenerhebung und die Risikoanalyse gehören in Lienz genauso zu den Maßnahmen wie die Aufbaustruktur der Gemeindeeinsatzleitung als Steuerungsinstrument für die Krisenbewältigung.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Stadt Lienz/Lenzer

30. Oktober 2015 um