Lienzer RegioBus soll ab Dezember 2016 verkehren

Der Bus soll ab Dezember 2016 ganzjährig zwischen dem Lienzer Bahnhof und den Gemeinden Thurn, Gaimberg, Amlach und Tristach Fahrgäste befördern.

Der öffentliche Personennahverkehr in Lienz und Umgebung soll ab Ende 2016 nicht mehr am Bahnhof enden, sondern auf das gesamte Stadtgebiet und die Umlandgemeinden Tristach, Amlach, Gaimberg und Thurn ausgedehnt werden. Das Konzept für diesen neuen RegioBus stellten die Lienzer Bgm. LA DI Elisabeth Blanik, GR Willi Lackner und MMag. Michael Praster am Dienstagvormittag, 8. September 2015,  in der Liebburg vor. „Im Halbstundentakt sollen die Busse in beiden Richtungen ganzjährig verkehren. Das Konzept wurde im Stadtrat vorberaten und soll heute Abend im Gemeinderat beschlossen werden“, so Elisabeth Blanik, die auch Obfrau des  Gemeindeverbandes Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) Osttirol ist.

Die Hauptroute des neuen RegioBusses

GR Willi Lackner zeigte auf dieser Grafik die Hauptroute des neuen RegioBusses. Zusätzlich werden im Sommer der Tristacher See sowie ganzjährig die Gemeinden Gaimberg, Thurn, Amlach und Tristach angefahren.

Die Lienzer Bergbahnen und der Tourismusverband Osttirol sitzen neben den einzelnen Gemeinden mit im Boot, ausverhandelt wurden die Bedingungen mit dem Ververkehrsverbund Tirol (VVT). Mit der Gästekarte kann der Bus gratis genutzt werden, es gelten auch die VVT-Vergünstigungen. Der höchste Preis für eine Fahrkarte (Zone 1 vom Tristacher See bis Gaimberg/Thurn für einen Erwachsenen ohne Vergünstigungen) wird 2 Euro betragen. „Rund 8,9 Meter lange Busse werden auf insgesamt drei Routen verkehren. Es gibt eine ganzjährige Hauptroute, eine ganzjährige Route, die den Bereich Gaimberg/Thurn einbezieht und eine Route für die Zwischensaison“, erklärte dazu GR Willi Lackner. Großes Vorbild für den neuen RegioBus sei Südtirol, wo die Busse in regelmäßigen Abständen nicht nur in die größeren Gemeinden, sondern bis in jedes Tal fahren würden.

Bgm. LA DI Elisabeth Blanik: „Der Nightliner war ein erstes Projekt, das über den Gemeindeverband ÖPNV Osttirol abgewickelt wurde. Ähnlich soll der RegioBus für ganz Osttirol umgesetzt werden."

Bgm. LA DI Elisabeth Blanik: „Der Nightliner war ein erstes Projekt, das über den Gemeindeverband ÖPNV Osttirol abgewickelt wurde. Ähnlich soll der RegioBus für den gesamten Bezirk umgesetzt werden.“

Rund 356.000 Euro wird der neue RegioBus kosten. Die Stadt Lienz übernimmt davon ca. 115.000 Euro, jeweils 54.000 der TVBO und die Lienzer Bergbahnen. Den Rest tragen die anderen Gemeinden und der VVT. „Vier Busse werden eingesetzt, einer davon ist Reserve“, so Michael Praster, der in der Stadtgemeinde für den ÖPNV zuständig ist. „Heute Abend soll das Verkehrskonzept Regio Lienz vom Gemeinderat beschlossen werden, dann wird vom Verband die Vertragsunterzeichnung mit dem VVT organisiert, und mit Dezember 2016 soll es den RegioBus für Lienz und die genannten Umlandgemeinden geben. In einem zweiten Schritt soll im Jahr 2017 dieses Busangebot auf ganz Osttirol erweitert werden“, so die Lienzer Bürgermeisterin abschließend.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

08. September 2015 um