NEOS starten in der Stadt Lienz in den Gemeinderatswahlkampf

Zwei Mandate und das Bürgermeister-Amt nennt Spitzenkandidat Domenik Ebner als Ziel für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen am 27. Februar 2022.

Gemeinsam mit NEOS-Landessprecher Dominik Oberhofer und seinen Mitstreitern präsentierte Domenik Ebner am Mittwoch, 29. Dezember, die Ziele und Schwerpunkte für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in knapp zwei Monaten. „Aus heutiger Sicht werden wir in über 20 Gemeinden in Tirol kandidieren. Die Lienzer NEOS sind die Ersten, die eine Liste einreichen. Der Fokus liegt natürlich auf den Städten. Wir kandidieren aber auch z.B. in Axams und Thiersee. Dort haben sich 30 Jugendliche zusammengetan, um als Gegenpol zu MFG anzutreten“, so Oberhofer einleitend.

Domenik Ebner informierte, dass „wir im Anschluss an den Pressetermin unsere Liste in der Liebburg einreichen werden”. „Es ist uns klar, dass es in der aktuellen Situation nicht besonders einfach ist, in der Politik aktiv zu werden. Umso wichtiger ist es, dass die Politik transparenter agiert. Wir schlagen vor, dass in Lienz alle Gemeinderatssitzungen per Livestream übertragen werden. Wir wollen auch ein Monitoring etablieren, durch das  man nach jeder Periode anhand von konkreten Parametern sehen kann, was passiert ist“, so der 37-Jährige, der seit 10 Jahren bei der Sillianer Firma Euroclima als Industriemanager tätig ist.

 

Domenik Ebner: „Die Rahmenbedingungen haben sich zwar in letzter Zeit etwas geändert, weil es Gerüchte um weitere neue Listen neben uns NEOS gibt. Wir bleiben aber bei unserem Ziel: zwei Mandate und das Bürgermeister-Amt.”

 

Auf dem 2. Platz kandidiert der Softwareentwickler Michael Krautgasser. „Mein Herzensthema ist die Digitalisierung. Es braucht eine Schnittstelle zwischen der Stadtgemeinde und den BürgerInnen. Außerdem ist mir als zweifacher Familienvater wichtig, dass die Schulwege in Lienz besonders im Winter sicherer werden. Wir wollen SeniorInnen als Schullotsen einsetzen. Vor allem während der Pandemie sind zahlreiche PensionistInnen vereinsamt. Wir wollen eine gemeinnützige Initiative starten, bei der SeniorInnen für die Bewachung von Schulwegen mit zum Beispiel einem Restaurantgutschein entlohnt werden”, so der 37-Jährige.

Auf dem 3. Listenplatz kandidiert der 62-jährige Golfplatzmanager Hermann Unterdünhofen, auf dem 4. Platz der 80-jährige Pensionist Gerhard Schullin. „Der Verkehr in Lienz grenzt mittlerweile sowohl im Sommer als auch im Winter an einer Katastrophe. Es braucht hier unbedingt intelligente Ampelschaltungen mit Zeitangaben. Lienz verdient außerdem den Namen Sonnenstadt derzeit nicht. Ein Vorschlag von mir ist, die großen Parkplätze zu überdachen und auf den Dächern Solarzellen zu installieren. Außerdem fehlen Spielgelegenheiten für die Kinder. Auf dem Areal des ehemaligen Bundeskonvikts könnte man z.B. einen Spielplatz einrichten“, so der pensionierte Pädagoge.

 

Michael Krautgasser: „Neben der Digitalisierung sind mir vor allem die Themen Sport und Familien ein Herzensanliegen.”

 

Der 30-jährige Softwareentwickler und Musiker Simon Brunner macht mit dem 5. Platz die Liste komplett. Bei der Präsentation  anwesend war auch der 17-jährige Gymnasiast Matteo Obererlacher. Er ist Vorstandsmitglied der JUNOS (Junge liberale NEOS) in Tirol. „Als 17-Jähriger kann ich leider noch nicht auf einer Liste kandidieren. Ich möchte mich aber in der Lienzer Gemeindepolitik als Unterstützer unserer Liste stark einbringen. Ein großer Teil der Lienzer Jugendlichen fühlt sich von der Politik zu wendig gehört. Wir fordern die Etablierung eines Jugendgemeinderats, der mit einem Budget von 1 Prozent des Gemeinde-Etas ausgestattet wird, damit Jugendliche die Dinge umsetzen können, die ihnen in Lienz schon lange fehlen“, so Obererlacher.

Lienz wird übrigens die einzige Osttiroler Gemeinde bleiben, in der bei den bevorstehenden Gemeinderatswahlen eine Liste der NEOS auf dem Wahlzettel zu finden sein wird. „In Nikolsdorf haben wir konkrete Gespräche geführt. Eine Listen-Bildung ist dann aber doch gescheitert“, berichtete Domenik Ebner.

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

29. Dezember 2021 um