Lienz: MFG präsentierte Team und Themen für die Gemeinderatswahl

Der Immobilien-Projektentwickler Paul Meraner führt für „Menschen Freiheit Grundrechte“ ein 7-köpfige Team in die Gemeinderatswahl am 27. Februar in Lienz.

„Eines möchte ich gleich zu Beginn klarstellen: Wir sind keine Corona-Leugner und keine Impf-Gegner. Wir sind weder links noch rechts, sondern kommen aus der Mitte der Gesellschaft“, so Paul Meraner zu Beginn des Medientermins am Dienstag, 1. Februar, im Kolpinghaus Lienz. Der gebürtige Südtiroler führt die MFG (Menschen Freiheit Grundrechte) in die bevorstehende Gemeinderatswahl. „Die größten Verlierer in der Pandemie sind Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Die Hauptlast liegt dabei bei den Frauen. Unser Team besteht aus vier Frauen und drei Männern. Mit der starken Präsenz der Frauen wollten wir ein Zeichen setzen“, betonte Meraner.

 

Paul Meraner: „Einige von uns hatten bereits Corona, es wäre also absurd, die Existenz dieses Virus zu leugnen. Wir sind für eine freie, aufgeklärte, verantwortungsvolle und verantwortungsbewusste Entscheidung in allen gesundheitlichen Belangen, also auch was die Impfung betrifft. Wir schützen die persönliche, mentale und physische Freiheit jedes Einzelnen und fördern Eigenverantwortlichkeit und Unabhängigkeit.“

 

Als Themen für die Gemeinderatswahl bzw. für die Stadt Lienz nannten die KandidatInnen Transparenz und direkte Demokratie, Kinder und Jugend, Gesundheit, Sport und Kultur, SeniorInnen, Wohnen und Leben, Umwelt, Verkehr und Sicherheit sowie Wirtschaft und Standortbelebung. „Wir fordern innovative Lösungen für leistbares und bedarfsgerechtes Wohnen. Ich bin aus der Branche und orte in Lienz Defizite, was günstige Miet- und Eigentumswohnungen betrifft. Wohnen ist für uns ein Grundrecht. Auf kommunaler Ebene könnte man z.B. auch verstärkt leerstehende Wohnungen sanieren“, erklärte Meraner.

 

Christl Laßnig: „Den Kindern und Jugendlichen wurden in der Pandemie nunmehr schon 2 Jahre ihrer wertvollsten Zeit gestohlen. Man spricht jetzt schon von Missbrauch und Traumatisierung. Wir fordern Psychotherapie auf Krankenschein für Kinder und Jugendliche.“

 

Listenzweite Christl Laßnig sprach sich für die Aufwertung und Sanierung der Südtiroler-Siedlung bei Erhalt der sozialen Struktur aus. „Die Südtiroler-Siedlung wird derzeit von der Gemeindeführung als Stiefkind behandelt. Ich bin dort aufgewachsen und kenne das Gefühl, in einer Siedlung sozial eingebettet zu sein. Als Alleinerzieherin wohne ich auch jetzt wieder dort“, so Laßnig. Listendritte Marion Huber-Greil sprach von einem Integrativen Gesundheitszentrum für Lienz. „Diese Einrichtungen müssen leistbar und für alle zugänglich sein. Permanenter Stress, so wie wir ihn jetzt erleben, führt zur Schwächung des Immunsystems. Körper, Geist und Seele müssen wieder geheilt werden. Dafür braucht es vor allem auch kassenfinanzierte Therapieplätze“, so die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin.

 

Hannes Stocker: „Es gibt auf der ganzen Welt tolle Ideen und Konzepte für direkte Demokratie. In den Gemeinden – und so auch in Lienz – müssen Entscheidungen transparenter getroffen und besser nach außen kommuniziert werden. Die BürgerInnen müssen stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden werden, nicht nur in der Frage der Neugestaltung des Hauptplatzes. Bei der Postenvergabe wünsche ich mir mehr Ausschreibungen.“

 

Listenvierter Martin Tschurtschenthaler forderte für Lienz eine Optimierung der öffentlichen Verkehrsmittel, den Ausbau des Radwegenetzes im innerstädtischen Bereich und Maßnahmen zur Verringerung des belastenden Transits durch Lienz. „Viele Pendler fahren jeden Tag vom Iseltal nach Lienz, weil sie z.B. beim Liebherr arbeiten. Umgekehrt fahren viele Arbeitnehmer aus dem Lienzer Talboden nach Matrei zur Firma iDM. Hier könnte man eine bessere soziale Infrastruktur – z.B. Shuttlebus bzw. Lösung mit Pendler-Parkplätzen – schaffen. Gemeinden sollten dabei mit den Firmen besser zusammenarbeiten“, so Tschurtschenthaler.

Befragt nach den Zielen bei der Gemeinderatswahl sagte Spitzenkandidat Paul Meraner: „Von den Mandaten her möchten wir uns nicht festlegen. Wir wollen bei der Gemeinderatswahl einfach gut abschneiden. Bei uns stehen die Menschen im Mittelpunkt. Aktiv und gemeinsam wollen wir Gegenwart und Zukunft für und mit den Menschen in Lienz gestalten.“

 

MFG (Menschen Freiheit Grundrechte) Lienz

1.
Paul Meraner, MAS, 1956, Geschäftsführer, Immobilien-Projektentwickler

2.
Christl Laßnig, 1963, Diplomierte Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflegerin

3.
Marion Huber-Greil, 1978, Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin

4.
Martin Tschurtschenthaler, 1968, Ingenieur, Industriekletterer und Höhenarbeiter

5.
Marina Moser, 1975, Pflegeassistentin

6.
Karolin Lercher, 1967, Unternehmerin

7.
Hannes Stocker, 1994, Elektrotechniker

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

01. Februar 2022 um