Lienz: Drei Listen unterzeichneten FFF-Positionspapier #Klimawahl
Bei der Kundgebung in Lienz unterzeichneten letzte Woche die SPÖ, die Grünen und die Liste Stadt Lienz das Positionspapier von Fridays For Future Tirol.
Mit dem Ziel, die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen am 27. Feber zu einer #Klimawahl zu machen, hat Fridays For Future Tirol ein Forderungspapier ausgearbeitet und die Listen aller Tiroler Gemeinden aufgefordert, dieses zu unterschreiben. Das Papier dient den Gemeinden als Leitfaden, um klimafit zu werden.
Nach den Kundgebungen in den acht wählenden Bezirken bleibt das Resultat trocken: „Wir haben uns mehr erwartet. Klimaschutz geht uns alle etwas an, Klimaschutz ist nicht einfach nur eine Trenderscheinung. Es müsste doch für alle, denen ihre Heimat wichtig ist, selbstverständlich sein, sich für den Erhalt unserer Umwelt einzusetzen. Dass nur so wenige Listen wirklich aktiv werden wollen, ist ein schwaches Zeichen”, so Laila Kriechbaum von FFF Tirol.
Bei den Kundgebungen stellten sich 29 Listen hinter die Forderungen von FFF und versprachen somit, für kreativ-vielfältigen Klimaschutz in der kommenden Amtszeit zu stehen. Darüber hinaus bekannten sich die SPÖ, die Grünen und die Grüne Jugend auf Tiroler Landesebene zu dem Papier.
Bei der Kundgebung in Lienz haben Bgm. LA Elisabeth Blanik von der SPÖ, GR Gerlinde Kieberl von den Grünen und Hannes Mayer von der Liste Stadt Lienz das Positionspapier unterzeichnet. Dabei wurde klar, dass sich die Stadtgemeinde Lienz mit dem e5 Programm schon stark für nachhaltige Strategien beim Klimaschutz engagiert. Das Forderungspapier von FFF geht jedoch an zwei besonderen Punkten weit darüber hinaus.
So verpflichten sich die Unterzeichner, alle Entscheidungen, die in die Kompetenz der Gemeinde fallen, auf ihre Klimaverträglichkeit zu überprüfen. Dabei folgt man dem Beschluss des Klimanotstandes, der im österreichischen Parlament schon 2019 beschlossen wurde. Jede Entscheidung über Bauvorhaben, Investitionen etc. muss demnach bezüglich Klimaneutralität und ihrem Einfluss auf die Umwelt überprüft werden.
Eine besonders bürgernahe Forderung ist die Einführung der BürgerInnen-Beteiligung. Dabei geht es um monatliche Diskussionsrunden, die sich um Verbesserungskonzepte im Sinne des Klimaschutzes drehen sollen.
Text: Redaktion, Foto: Fridays For Future, Regionalgruppe Osttirol