Leisach: erfolgreiche Bürgerbeteiligung gewürdigt
LR Tratter machte sich persönlich ein Bild von den Ergebnissen der Gemeindeentwicklung in Leisach und überreichte als Zeichen der Anerkennung einen Projektscheck.
Vor rund zwei Jahren wurde auf Initiative von Vizebürgermeister Bernhard Zanon im Gemeinderat von Leisach ein Beschluss gefällt, auf die Mitsprache der BürgerInnen zu setzen. Für ihn war und ist es der Versuch, direkte Demokratie zu ermöglichen. „Ein zeitgemäßer, aber auch schwieriger Weg, der sich ausgezahlt hat“, meint dazu Bernhard Zanon heute.
Die ersten Schritte dieses Weges wurden professionell begleitet, um das Handwerk einer direkten Diskussionskultur und Einflussnahme zwischen der Bevölkerung und den handelnden Verantwortlichen kennenzulernen. „Diese erste begleitete Phase hat einige wertvolle Ergebnisse gebracht. Die Herausforderung wird es nun sein, diesen neuen basisdemokratischen Ansatz in den alltäglichen Prozessen weiterzuführen“, umschreibt der Leisacher Vizebürgermeister die zukünftige Aufgabenstellung.
Bürgermeister Dietmar Zant dankte am Mittwochabend all jenen LeisacherInnen, die sich an zahlreichen Abenden die Zeit genommen haben, um ihre Gedanken zur Zukunft des Dorfes festzuhalten und erste Projekte zu starten. Für den Gemeinderat sind vor allem die Überlegungen zum Skilift und zum Schwimmbad eine wichtige Grundlage – beides dörfliche Infrastruktur, die laufend hohe Kosten verursacht. Weiters wurde von den BürgerInnen ein Konzept zur Neuvergabe der Hausnummern/Straßenbezeichnungen, eine Erhebung von Gefahrenstellen im Ort, die nun schrittweise behoben werden, die Verbesserung der Bürgerinformation durch eine moderne Homepage, „Fenster zum Dorf und den Menschen“ mit zufällig ausgelosten Portraits von BürgerInnen in der Gemeindezeitung und einem Schaukasten am Gemeindeamt, ein „Zu schade für den Müll“-Regal und vieles andere mehr erarbeitet.
„Weitere Projekte sind in der Pipeline“, berichtete Prozessbegleiterin Marion Amort, „denn es kann nicht alles sofort erledigt werden. Alle Ideen und Vorarbeiten zu weiteren Gemeinschaftsprojekten werden in einem `Zukunftsprofil´ dokumentiert, das an alle Haushalte geschickt wird. Dieser Speicher muss dann eigentlich nur genützt werden!“
Text: Politikredaktion, Foto: Gemeinde Leisach
