Leisach: Im Widum sollen Flüchtlinge unterkommen
Am neuen Gemeindezentrum in Leisach wird seit ungefähr einem Monat gebaut. Im alten Widum sollen nun vorübergehend Flüchtlinge untergebracht werden.
Am 18. Juni heurigen Jahres wurden in Leisach bei einer Informationsveranstaltung Ergebnisse der Lokalen Agenda 21 präsentiert. Ausführlich behandelt wurde damals auch das Thema Dorfkerngestaltung mit Errichtung eines neuen Gemeindezentrums. Es wurde nach Abklärung mit dem Denkmalamt entschieden, den Hanserhof abzutragen. Dass das Widum sanierungsbedürftig ist, wurde ebenfalls berücksichtigt, und so wird im neuen Dorfzentrum neben der Gemeindeverwaltung auch die Pfarre untergebracht. Außerdem sind Proberäume für die Musikkapelle und den Chor sowie ein Veranstaltungssaal vorgesehen.
Die Kirche und das alte Widum sind neben dem neuen Gemeindezentrum wichtige Teile der neuen Dorfkerngestaltung in Leisach.
„Vor rund einem Monat wurde der Hanserhof abgerissen, und die Firma Bodner begann mit dem Bau des Gemeindezentrums. Vize-Bgm. Bernhard Zanon hat die ganze Planung mit seinem Wissen und seiner Erfahrung fachlich fundiert begleitet und ist natürlich auch jetzt bei der Umsetzung federführend. Ich habe mich vor allem in finanzieller Hinsicht und in Förderungsangelegenheiten eingebracht“, so Bgm. Dietmar Zant, der im Gespräch mit Osttirol heute darauf hinweist, dass er bei der Gemeinderatswahl im nächsten Februar nicht mehr für das Bürgermeisteramt kandidiert. Die Bauarbeiten am neuen Gemeindezentrum würden laut Zant sicher das ganze nächste Jahr in Anspruch nehmen.
„Mit einer Eröffnung rechne ich im Jahr 2017. Wir sind natürlich immer wieder im Gespräch mit der Diözese, weil die Pfarre in das Projekt eingebunden ist und die weitere Nutzung des sanierungsbedürftigen Widums noch nicht klar ist“, so Zant. Es sei angedacht, in diesem Bereich Wohnungen zu schaffen. „Die Kirche hat signalisiert, dass sie bereit ist, das Widum vorübergehend als Unterkunft für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Derzeit wird geprüft, ob das Objekt geeignet ist bzw. welche Maßnahmen erforderlich sind, um es als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen. Die Behörden und die Soziale Dienste GmbH sind natürlich eingebunden“, berichtet der Bürgermeister.
Am Dienstag, 13. Oktober, um 20.00 Uhr, wird im Theatersaal ein Informationsabend zum Thema „Flüchtlinge“ stattfinden. „Wir wollen der Bevölkerung gemeinsam mit den beteiligten Stellen an diesem Abend in jeder Hinsicht Rede und Antwort stehen“, so Dietmar Zant.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute, Visualisierung: Lengauer & Schneider



