Landesregierung nominiert Osttirol als Fördergebiet

Die Fördergebiete gemäß EU-Beihilfenrecht hat die Landesregierung in ihrer heutigen Sitzung nominiert. Osttirol wird als zweites Tiroler EU-Fördergebiet ausgewiesen.

„Entgegen ursprünglicher Befürchtungen, Osttirol für die Periode 2014 bis 2020 nicht mehr im EU-Programm der Regionalbeihilfen halten zu können, konnte diese Nominierung erreicht werden. Zusätzlich wird der Planungsverband Oberes und Oberstes Gericht als neues Regionalfördergebiet ausgewiesen“, informiert Landeshauptmann Günther Platter. Bereits im März soll die Notifizierung der vorgeschlagenen Gebiete durch die EU-Kommission erfolgen.

Osttirol ist bereits seit 2007 Fördergebiet, womit ein leichter Aufholprozess eingeleitet werden konnte. „Um den Bezirk Lienz auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu bringen, ist diese Form der Unterstützung weiterhin unverzichtbar“, erläutert Tirols oberster Landespolitiker. Die räumliche Trennung vom Nordtiroler Landesgebiet sowie die eingeschränkte Erreichbarkeit der süddeutschen und norditalienischen Wirtschaftsräume erschweren laut LH Platter die Situation. Gleichzeitig werde die Bevölkerungsentwicklung durch anhaltende Abwanderung geprägt, was mit einem überdurchschnittlichen Rückgang der Erwerbspersonen einhergehe. Die Landesregierung habe den regionalpolitischen Handlungsbedarf für Osttirol erkannt – das EU-Regionalfördergebiet sei ein wichtiger Baustein für die Strategie des Landes.

Text: J. Hilgartner, Foto: Land Tirol/Berger

25. Februar 2014 um