Land Tirol: Nulldefizit ein Jahr früher als geplant

Der Budgetvoranschlag 2013 wurde am Dienstag, 14.8.2012, von der Landesregierung beschlossen und wird dem Landtag zur Behandlung in der Oktober-Sitzung vorgelegt.

„Tirol macht keine neuen Schulden. Wir werden das Nulldefizit bereits nächstes Jahr, und damit ein Jahr früher als geplant, erreichen“, sagte Landeshauptmann und Finanzreferent  Günther Platter anlässlich der Präsentation des Voranschlags für den Tiroler Landeshaushalt 2013. „Das Budget 2013 ist ein Beleg für die solide Arbeit der Landesregierung“, meinte Landesrat Gerhard Reheis.

Der Budgetvoranschlag 2013 wurde am Dienstagvormittag von der Tiroler Landesregierung beschlossen und wird nunmehr dem Tiroler Landtag zur Behandlung im Oktober-Landtag zugeleitet. Der Landeshaushalt für das kommende Jahr sieht im ordentlichen Haushalt Einnahmen und Ausgaben in der Höhe von jeweils 2.966.400 Euro vor. Die Pro-Kopf-Verschuldung wird von vermutlich 401 Euro im heurigen Jahr auf 395 Euro im Jahr 2013 sinken. Der Schuldenstand soll 2013 auf rund 278,5 Millionen Euro reduziert werden. „Wir haben die Krise gemeistert und nach über 20 Jahren erstmals seit dem Jahr 1992 wieder einen ausgeglichenen Haushalt“, so der Tiroler Landeshauptmann.

LH Günther Platter präsentiert mit dem Budgetvoranschlag 2013 erstmals seit mehr als 20 Jahren einen ausgeglichenen Landeshaushalt.

LH Günther Platter präsentiert mit dem Budgetvoranschlag 2013 erstmals seit mehr als 20 Jahren einen ausgeglichenen Landeshaushalt.

Trotz eines strengen Sparkurses sei es gelungen, in die Zukunft zu investieren. Speziell bei der Kinderbetreuung, im Infrastrukturbereich, bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern seien in Tirol deutliche Akzente gesetzt worden. Im Jahr 2013 steigt das Budget für Forschung und Wissenschaft um 8%, das Bildungsbudget um rund 4%. Für technologieorientierte Studien im Bereich Mechatronik und die Breitbandförderung sind im kommenden Jahr 4,5 Millionen Euro vorgesehen. Bei der Wohnbauförderung sollen weiter investive Maßnahmen gesetzt werden, um die Wirtschaft zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern.

Für den Sozialbereich und die Jugendwohlfahrt wurden durchschnittlich höhere Steigerungsraten als in anderen Budgetbereichen fixiert. LR Gerhard Reheis sieht darin „ein ganz besonderes Signal der Tiroler Landesregierung“.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Land Tirol/Die Fotografen

14. August 2012 um