866 Mio. Euro für ländliche Entwicklung in Tirol bis 2020
Wie das Österreichische Programm für ländliche Entwicklung in Tirol umgesetzt werden soll, wird nach dem Beschluss der Landesregierung im Mai-Landtag diskutiert.
Bis zum Jahr 2020 stehen im Rahmen der EU-Förderschiene für ländliche Entwicklung in Tirol 866 Mio. Euro zur Verfügung, pro Jahr sind das 124 Mio. Euro. Tirol lebe von starken Städten und gleichzeitig vitalen Orten in den Tälern, bekräftigte LH Günther Platter nach dem Beschluss der Landesregierung über die Sicherstellung der Kofinanzierung durch das Land. 436 Mio. Euro – also mehr als die Hälfte der Mittel – kommen von der EU, der Bund trägt 248,5 Mio. Euro und das Land Tirol 181,7 Mio. Euro bei.
LH-Stv. ÖR Josef Geisler: „Das ländliche Entwicklungsprogramm ist ein Wachstumsmotor für den gesamten ländlichen Raum. Für die Landwirtschaft ist dieses Förderinstrument angesichts der Situation am Milchmarkt wichtiger denn je.“
Mit etwa 60 Prozent des Gesamtvolumens sind die Förderung einer umweltgerechten Landwirtschaft (ÖPUL) und die Unterstützung der kleinstrukturierten Berglandwirtschaft (Ausgleichszulage) weiterhin Schwerpunkte des Österreichischen Programms für ländliche Entwicklung 2014-2020. „Ein Hauptaugenmerk legen wir aber auch auf Innovation sowie die Verarbeitung und Vermarktung bäuerlicher Erzeugnisse. Hier stehen insgesamt 54,5 Mio. Euro zur Verfügung“, erklärt Agrarlandesrat Josef Geisler. Mit rund 80 Mio. Euro werden der Tierschutz und die Biolandwirtschaft unterstützt.
Erstmals im Programm enthalten sind Förderansätze in den Bereichen Soziales und Gesundheit sowie regionale Wirtschaft. Investitionen in Kinderbetreuungseinrichtungen werden ebenso unterstützt wie Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen oder ältere Personen. Knapp 13 Mio. Euro fließen bis 2020 in den Ausbau der Breitbandinfrastruktur und des ländlichen Wegenetzes.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Margit Steiner, Land Tirol
