„Kein Tourismusgesetz für kleine, elitäre Schicht!“
Der Osttiroler Landtagsabgeordnete Josef Schett kritisierte im Landtag die von der Regierung geplante Novelle des Tiroler Tourismusgesetzes scharf.
„Der vorgelegte Entwurf ist für die große Mehrheit der Mitglieder ein klarer Affront. Wird dieser Entwurf beschlossen, bestimmt weiterhin eine kleine, elitäre Schicht über die Vergabe der Tourismusgelder in Tirol, und eine kleine, elitäre Schicht kann weiterhin – völlig undemokratisch – Posten und Positionen nach Gutdünken besetzen. Deshalb werden wir ein Gesetz in der vorgelegten Form mit allen in Europa zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln bekämpfen!“, wettert Schett gegen die Novelle. Besonders überrascht zeigte sich der Osttiroler Landtagsabgeordnete und vorwärts Tirol-Mandatar über den so von ihm bezeichneten „Umfaller“ der Tiroler Grünen bei der Reformierung des Tourismusgesetzes: „Bereits vor zehn Jahren haben die Grünen – damals noch in der Opposition – Anträge zur Novellierung des Tourismusgesetzes an den Tiroler Landtag gestellt und dabei immer wieder die demokratische Durchlüftung des Tourismus und im Besonderen die Abschaffung des Kurienwahlrechtes gefordert! Nun bezeichnet Klubobmann Gebi Mair diese Novelle als ‚sanfte Reform‘! Da bin ich komplett baff!“
Dass die Tiroler Landesregierung weiter am Kurienwahlrecht festhält, hat für LA Josef Schett weitreichende Folgen für den Tiroler Tourismus: „Wenn wir uns in allen Bereichen immer weiter von der Basis und den Menschen, die täglich mit viel Einsatz für den Tourismus in Tirol arbeiten, entfernen, und diese Menschen kein Mitspracherecht und dadurch das Gefühl haben, nur mehr das tun zu dürfen, was von „oben“ bestimmt wird – dann werden wir Probleme bekommen! Wie sollen da junge Menschen noch die Motivation haben, im Tourismus selbständig zu sein?“
Text: Politikredaktion, Foto: vorwärts Tirol

