Kalser „Glocknerspur“ ist Themenweg des Jahres
Anlässlich seines Besuches im Nationalpark Hohe Tauern zeichnete Bundesminister Andrä Rupprechter in Kals a.G. auch den interaktiven Themenweg „Glocknerspur“ aus.
„Die sechs österreichischen Nationalparks sind Aushängeschilder für Naturschutz in höchster Qualität, in denen der Mensch als Gast erwünscht ist. Sie zeigen die Vielfältigkeit unseres Heimatlandes, sind Zentren der Artenvielfalt, Umweltbildung, Stätten der Forschung und Orte der Ruhe und Erholung“, betonte Bundesminister Andrä Rupprechter anlässlich seines Besuchs im Nationalpark Hohe Tauern, der gleichzeitig auch sein erster als Minister im Bezirk Lienz war. Am Freitag, 2.5., war der Bundespolitiker aus Wien angereist und in der Osttiroler Glocknergemeinde standesgemäß von Schützen, Musikanten, Bergführern, NP-Direktor Hermann Stotter und dem Kalser Bürgermeister Klaus Unterweger begrüßt worden.
Direkt am Fuße des Großglockners im Nationalpark Hohe Tauern befindet sich auch der interaktive Themenweg „Glocknerspur“, der als einer von 33 Themenwegen österreichweit ausgezeichnet wurde. Entlang der „Glocknerspur“, der seit Freitag das Gütesiegel „Themenweg des Jahres 2014“ trägt, erfährt man an zwölf Stationen Wissenswertes über das Bergsteigen und kann eine Reise durch die Geschichte der Region unternehmen. „Ich bin davon überzeugt, dass wir durch die vielfältigen Angebote in unseren Nationalparks künftig mehr Menschen für Naturschutz in höchster Qualität begeistern können“, unterstrich Rupprechter die Bedeutung derartiger Einrichtungen und überreichte Verantwortlichen und Betreibern der Themenwege aus ganz Österreich in Kals Urkunden und Plaketten.
Dass die Nationalparks hochrangige Schutzgebiete seien und einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten, betonte NP-Direktor Hermann Stotter in seiner Ansprache. Er berichtete auch davon, dass der Nationalpark Hohe Tauern eine Reihe wichtiger Artenschutzprojekte durchführe. „Eines davon ist das Projekt rund um die umgangssprachlich als `Urforelle´ bezeichnete autochthone Bachforelle. Sie gedeiht in den Gewässern bis in große Höhen und wird durch ein wissenschaftliches Monitoring in ihrer Entwicklung beobachtet“, erläuterte Stotter, der sich in seinen Studienzeiten übrigens ein Zimmer mit Bundesminister Rupprechter geteilt hatte. Auch der Bartgeier – Symbol für die erfolgreiche Wiedereinbürgerung einer ausgestorbenen Art – brüte, so der NP-Direktor weiter, regelmäßig in der Region. Gesichert sei auch der Bestand des Steinadlers. 2013 wurden zwölf Jungadler im Nationalpark Hohe Tauern großgezogen.
Text: Redaktion, Fotos: Brunner Images, Osttirol heute, Michael Linder, NPHT


