Josef Blasisker kandidiert in Lienz als Bürgermeister

Auf der Liste des langjährigen FPÖ-Gemeinderates ÖR Josef Blasisker finden sich auch der Polizist Anton Raggl und Bezirksparteiobmann Josef Oblasser.

Zwei Themen würden ihm besonders unter Nägeln brennen, weswegen er noch im Februar-Gemeinderat diesbezügliche Anträge stellen werde, so Gemeinderat Josef Blasisker bei einem Pressegespräch am Freitagvormittag, 15. Jänner 2016. „Auf dem Gelände des geplanten Kaufhauses M99 muss etwas passieren. Hier sollte die Stadt endlich mit der Besitzerin – der Südtiroler Sparkasse – Kontakt aufnehmen und einen Parkplatz einrichten. Und der Iselkai von der Berufsschule bis zur Schlossbrücke muss endlich beleuchtet werden. Viele BürgerInnen sagen mir, dass sie sich nach Einbruch der Dunkelheit in diesem beliebten Naherholungsgebiet nicht mehr sicher fühlen“, leitete Blasisker das Gespräch ein.

Auf dem dritten Listenplatz kandidiert FPÖ-Bezirksparteiobmann Joser Blasisker.

Auf dem dritten Listenplatz kandidiert FPÖ-Bezirksparteiobmann Josef Oblasser.

An der Liste für die Gemeinderatswahl am 28. Februar 2016 werde derzeit noch gebastelt. „Fix ist bereits, dass ich an erster und der Polizist Anton Raggl an zweiter Stelle kandidieren. Auf dem dritten Listenplatz befindet sich Josef Oblasser, und dann werden wir bis zum Einreichtermin 5. Februar noch Überraschungen bekannt geben“, so Blasisker. Ziel sei es, im nächsten Lienzer Gemeinderat stärker zu werden. Josef Blasisker ist bereits in der dritten Periode im Gemeinderat vertreten. „Bei der Wahl vor sechs Jahren haben wir das zweite Mandat nur um einige wenige Stimmen verfehlt. Und wie schon bei den letzten Wahlen kandidiere ich auch als Bürgermeister“, kündigte er an.

Josef Blasisker: „Der Bereich Grafenanger kann nur Mischgebiet werden. Wir haben in der Stadtverwaltung mit Bauamt und Stadtmarketing genügend Kapazitäten, die Konzepte - beispielsweise auch für diesen Bereich - erstellen könnten."

Josef Blasisker: „Der Bereich Grafenanger kann nur Mischgebiet werden. Wir haben in der Stadtverwaltung mit Bauamt und Stadtmarketing genügend Personalkapazitäten, die Konzepte – beispielsweise auch für diesen Bereich – erstellen könnten.“

In der letzten Periode habe sich der Gemeinderat zu sehr auf das Schwimmbad fokussiert, anderes sei vernachlässigt worden. „Es wurden zu viele Expertisen eingeholt, das aufwändige Verkehrskonzept hätte man sich sparen können. Es gab zu wenig konkrete Projekte, für die man Förderungen abholen hätte können“, so Blasisker. Das Schulzentrum Nord, den Stadtsaal, die Städteplanung mit Hauptplatz und Grafenanger sowie weitere Maßnahmen beim Dolomitenstadion nannte er als wichtigste Themen für die nächste Periode. „Die Wirtschaft wird zu sehr vernachlässigt. Wir haben in Lienz noch eine funktionierende Wirtschaftsleistung mit guten Steuereinnahmen. Bestehende Betriebe müssen besser unterstützt werden, und man muss versuchen, neue anzusiedeln“, schlägt der Gemeinderat vor.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

15. Januar 2016 um