EUREGIO: Verkehrsfluss an Grenzübergängen erhalten
Die Kontrollmaßnahmen der Tiroler Polizei an den Grenzübergängen Brenner, Sillian und Reschenpass standen bei einer Veranstaltung der EUREGIO Task Force im Zentrum.
Neben VertreterInnen der Wirtschaftsverbände und den Verkehrsunternehmen nahmen BürgermeisterInnen der Grenzorte sowie VertreterInnen der betroffenen Bezirkshauptmannschaften an der Informationsveranstaltung am Mittwoch, 24. Februar 2016, in Bozen teil. „Wir stellten klar, dass die Grenzkontrollen möglichst flüssig und ohne große Beeinträchtigung vonstatten gehen sollen – der Durchfluss des Verkehrs soll bestmöglich erhalten bleiben“, berichtete Dr. Dietmar Schennach, Vorstand der Gruppe Gesundheit und Soziales beim Land Tirol und Leiter der EUREGIO Task Force. Es gehe nicht um Zäune oder eine Einschränkung des Personen- und Warenverkehrs, sondern um einen geregelten Übergang der Migrantinnen und Migranten.
Neben Vertretern der Tiroler Polizeidirektion nahm auch der Vizequästor von Bozen, Aurelio Iacopino, an der Veranstaltung teil. Er betonte, dass die italienische Polizei Kontrollen bereits weit südlich des Brenners durchführe, damit dieser nicht zum Nadelöhr werde. Dies betreffe auch den Bahnverkehr. Für den Waren- und Personenverkehr auf der Autobahn und auf der Staatsstraße sind auf österreichischem Staatsgebiet Sichtkontrollen geplant, wobei nur von den Polizeikräften ausgewählte Fahrzeuge für eine engere Kontrolle in eine eigene Zone geführt werden. Um diese Kontrollen durchführen zu können, ist an der Grenze zu Österreich eine Durchfahrtsgeschwindigkeit von 30 km/h vorgesehen. Darüber hinaus soll am Brenner auf Tiroler Seite ein Registrierungszentrum eingerichtet werden.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Brunner Images
