Frauentag: Gleichstellung und Gewalt als Themen
Am 8. März wird der internationale Frauentag begangen. Frauenlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf will vor allem Gleichberechtigung und Gewalt an Frauen in den Fokus rücken.
„Dieses Jahr wollen wir in Tirol den Frauentag auch zum Anlass nehmen, um auf jene Frauen aufmerksam zu machen, die noch unsere Unterstützung benötigen“, sagt Frauenlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. Dazu würden insbesondere jene Frauen gehören, die mit Gewalt konfrontiert sind.
Das Land Tirol hat bereits im Vorjahr die Homepage www.gewaltfrei-tirol.at eingerichtet, auf die allein in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres 7 200 Mal zugegriffen worden ist. Die mehrsprachige Webseite werde vor allem dafür genutzt, erste Informationen einzuholen und sich einen Überblick über mögliche Auswege zu verschaffen. „Die Homepage ist eine Unterstützung für alle, die ihr Schweigen brechen wollen und ein deutliches Nein gegenüber Gewalt an Frauen aussprechen“, betont die Landesrätin.
Unterstützung brauchen Frauen nach wie vor auch bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Immer mehr Frauen übernehmen nach der Kindererziehung auch die Pflege ihrer älteren Angehörigen“, erklärt Zoller-Frischauf. Deswegen entstünden hier in Zukunft zusätzliche Belastungssituationen für Frauen. Das Land fördert Unternehmen, die pflegende MitarbeiterInnen unterstützen. „So setzen der Wettbewerb ‚Familienfreundlichster Betrieb‘ oder die Prämie für familienfreundliche Maßnahmen Anreize für Unternehmen, um sie für die unterschiedlichen Lebensphasen ihrer MitarbeiterInnen zu sensibilisieren“, erklärt die Landesrätin abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: clipart