Für Grüne ist Virgentaler Weg Alleingang der INFRA

Die Osttiroler Grünen üben scharfe Kritik daran, dass die Projektgesellschaft INFRA alle Anteile an der Projektgesellschaft „Wasserkraft Obere Isel GmbH.“ hält.

„Es ist die Planungsfirma INFRA, die schlussendlich auch den größten Nutzen aus einer Realisierung eines Kraftwerkes an der Isel im Virgental ziehen würde“, erklärt Thomas Haidenberger, Spitzenkandidat der Osttiroler Grünen für die Landtagswahl 2013. Neben dem Wert der Planungsarbeiten in Höhe von 7 Mio. Euro könne INFRA auch noch die Hälfte an der Projektgesellschaft verkaufen. „Da winken satte Gewinne ohne viel Risiko, während riesige Baukosten samt Finanzierung, Unsicherheiten bei der Geologie, die Problematik der Quellen, die versiegen könnten, und die zukünftige Entwicklung der Strompreise große Risken für die Gemeinden darstellen“, sagt Haidenberger. Anlass zur Hoffnung gebe, dass die Bezirkshauptmannschaft Lienz den Gesellschaftsvertrag nicht genehmigt hätte. „Statt Anteilen bekommen die Gemeinden nun ein Vorkaufsrecht, das sie zum Teil weiterverkaufen müssten, um mit dem Erlös den angestrebten 25%-Anteil an der Gesellschaft erwerben zu können“, kritisiert Haidenberger. Ein eventuell in die Gesellschaft einsteigender, derzeit noch nicht bekannter Energieversorger hätte gegenüber den Gemeinden Prägraten und Virgen eine überlegene Verhandlungsposition. „Die Gemeinden müssen verkaufen, um selber einsteigen zu können, die geologischen und finanziellen Risken und der ökologische Schaden bleiben dem Tal jedoch voll erhalten“, so der Grünen-Politiker abschließend.

Text: Raimund Mühlburger, Foto:  Sebastian Müller

05. November 2012 um