Freiwilligenzentrum seiner Bestimmung übergeben

Das neue Zentrum unter der Leitung von Mag. Monika Reindl-Sint soll Menschen, die sich engagieren wollen, und Einrichtungen, die Freiwillige suchen, zusammenbringen.

Im Rahmen der „Freiwilligenpartnerschaft Tirol“, die im Vorjahr vom Land ins Leben gerufen wurde, werden in allen Tiroler Bezirken Freiwilligenzentren eingerichtet. In Osttirol nahm im Jänner Mag. Monika Reindl-Sint in den Räumlichkeiten des Regionsmanagements Osttirol (RMO) ihre Arbeit als Freiwilligenkoordinatorin auf. Am Donnerstag, 19. Februar 2015, besuchte LH Günther Platter das neue Freiwilligenzentrum im Osttiroler Wirtschaftspark. „Im vergangenen Dezember wurde die Stelle der Freiwilligenkoordination für Osttirol ausgeschrieben. Es hat ca. 20 Bewerbungen gegeben, wir haben uns einstimmig für Monika Reindl-Sint entschieden“, so RMO-Obmann Bgm. Erwin Schiffmann.

Monika Reindl-Sint: „Wir wollen mit einem Know-how-Transfer die Freiwilligen-Organisationen in ihrer Arbeit unterstützen. In Sillian gibt es bereits eine Kindermalschule und ein Repair-Café. Weitere Projekte sind in Planung."

Monika Reindl-Sint: „Wir wollen mit einem Know-how-Transfer die Freiwilligen-Organisationen in ihrer Arbeit unterstützen. In Sillian gibt es bereits eine Kindermalschule und ein Repair-Café. Weitere Projekte sind in Planung.“

Monika Reindl-Sint stammt ursprünglich aus Nordtirol und lebt mit ihrer Familie (drei Kinder) in Sillian. Bisher hat sie unter anderem für das Museum Schloss Bruck gearbeitet. „Ich sehe das Freiwilligenzentrum als Vermittler zwischen Einrichtungen, die Freiwillige suchen, und Menschen, die sich in irgendeinem Bereich ehrenamtlich engagieren möchten. Außerdem wollen wir als Servicestelle professionelle Freiwilligen-Begleitung anbieten“, erklärte die Freiwilligenkoordinatorin. So werde bereits der Lienzer Sozialladen von ihr betreut, und eine Freiwillige, die mit Kindern arbeiten möchte, konnte an das Flüchtlingsheim in Dölsach vermittelt werden.

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LH Günther Platter: „Vieles funktioniert bei uns in Tirol im Bereich der Freiwilligen-Arbeit schon hervorragend. Die Freiwilligenpartnerschaft soll die Ehrenamtlichen professionell unterstützen. Lebensqualität in einem Land bedeutet für mich vor allem auch, wie man sich im sozialen Bereich gegenseitig hilft.“

Bevor der Landeshauptmann das Wort ergriff, berichteten Freiwillige und Ehrenamtliche von ihren Erfahrungen. „Wir Schützen pflegen nicht nur Tradition und Brauchtum, sondern engagieren uns auch sozial. So besuchen wir regelmäßig die Menschen im Wohn- und Pflegeheim Matrei, reden mit ihnen und gehen mit ihnen spazieren. Das ist für uns Pensionisten eine sehr abwechslungsreiche und erfüllende Aufgabe“, so Hartl Mattersberger und Alois Klaunzer von der Schützenkompanie Matrei. Sie bekomme zwar für ihren Einsatz beim Krippenverein, bei der Hospiz-Bewegung und bei der Kindermalschule kein Geld, aber irrsinnig viel an Dankbarkeit und Wertschätzung, berichtete die Freiwillige Roswitha Schett.

Roswitha Schett aus Sillian engagiert sich schon jahrelang im Krippenverein, in der Hospiz-Bewegung und bei der Kindermalschule.

Roswitha Schett aus Sillian engagiert sich schon jahrelang im Krippenverein, in der Hospiz-Bewegung und bei der Kindermalschule.

„Ich bin heute keineswegs der Mittelpunkt hier im Freiwilligenzentrum, sondern die vielen Freiwilligen, die sich im Bereich der Tradition, bei den Rettungsorganisationen und Sportvereinen, vor allem aber auch im sozialen Bereich freiwillig engagieren. Es ist ein Glücksfall für Tirol, dass es so viele Freiwillige gibt – ungefähr die Hälfte aller Tirolerinnen und Tiroler engagiert sich ehrenamtlich“, so der Landeshauptmann. Er bedankte sich bei allen Freiwilligen besonders aber auch bei den Regionalmanagements, die ein verlässlicher und gut gerüsteter Partner für das Freiwilligen-Projekt seien. Das Land Tirol steuert jährlich 150.000 Euro zur Freiwilligenpartnerschaft bei, den Rest der Kosten übernehmen die beteiligten Organisationen, die Sozialpartner und verschiedene Tiroler Unternehmen.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images

20. Februar 2015 um