NR Hauser fordert NAH-Stützpunkt in Matrei
Gesundheitslandesrat Tilg erklärte in einer Anfragebeantwortung, dass die Versorgungssicherheit in Osttirol auch mit nur einem Hubschrauber gewährleistet ist.
Über FPÖ-LA Edi Rieger hat der St. Jakober Bürgermeister und Nationalrat Mag. Gerald Hauser eine schriftliche Anfrage mit insgesamt elf Fragen betreffend die Flugrettung in Osttirol eingebracht. Die Fragen betrafen unter anderem die Anzahl der Einsätze von Christophorus 7 in Osttirol und Kärnten, die Dauer eines Fluges von Nikolsdorf nach Prägraten, Innervillgraten oder St. Jakob und wie die ganzjährige Grundversorgung und die hohe Versorgungsqualität in Osttirol sichergestellt werden kann.
Gesundheitslandesrat DI Dr. Bernhhard Tilg hat am 9. Juni 2015 die Anfrage beantwortet. Die in Osttirol stationierten Hubschrauber hätten in den Jahren 2013 und 2014 jeweils insgesamt (inklusive sämtlicher Flugrettungseinsätze mit Einsatzorten außerhalb Tirols) so viele Einsätze durchgeführt, wie andere Notarzthubschrauber im Zentralraum alleine bewältigen, heißt es in der Anfragebeantwortung. Und weiter: Somit ist davon auszugehen, dass die Versorgungssicherheit in Osttirol auch mit einem Hubschrauber gewährleistet ist.
In diesem Zusammenhang müsse berücksichtigt werden, dass etwa im Vorjahr 252 Einsätze in Osttirol und 305 – also der größere Anteil – in Kärnten erfolgt sind, meint dazu Gerald Hauser. Als Eintreffzeit vom Stützpunkt Nikolsdorf aus gibt LR Tilg für Prägraten Zentrum (Kirche) 18 Minuten, für Innervillgraten Zentrum (Kirche) 16 Minuten und für St. Jakob Zentrum (Kirche) 17 Minuten an. Die Zeiten basieren auf dem Einsatzrechner der Leitstelle Tirol und setzen sich aus der Flug- und Vorrüstzeit (Start und Landung 3 bis 4 Minuten) zusammen. „Die Hilfsfrist beträgt 15 Minuten, wie der Beantwortung der Frage 9 zu entnehmen ist“, sagt Gerald Hauser. In der Anfragebeantwortung schreibt der Gesundheitslandesrat, dass die Gesundheit Österreich GmbH in ihrer „Bedarfsschätzung für das Flugrettungswesen in Tirol bis zum Jahr 2020″ die Aussage trifft, dass alle Einsätze in Osttirol bei einer idealen Situierung des Hubschrauberstandortes innerhalb einer Hilfsfrist von 15 Minuten erfolgen können.
Eine Verschlechterung für Einheimische und den Tourismus in Osttirol dürfe es in puncto Flugrettung keinesfalls geben, hält Gerald Hauser in einer Aussendung fest. „Die Flugrettung in Nikolsdorf ist viel in Kärnten im Einsatz, bei schlechtem Wetter sind Flüge über den Alpenhauptkamm öfter nicht möglich. Ich trete weiterhin für die beste Lösung für die Patienten ein und fordere daher auch einen Stützpunkt in Matrei in Osttirol“, so der Nationalrats-Abgeordnete abschließend.
Anfragebeantwortung hier zum Download
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Brunner Images
