EU-Wahl: Auch in Osttirol geringe Wahlbeteiligung

Wie in ganz Österreich hat auch in Osttirol die ÖVP Stimmen verloren. SPÖ, FPÖ und Grüne legten zu. Die NEOS erreichten 7,74% der abgegebenen Stimmen.

Bei der Europawahl am 25. Mai 2014 sind noch weniger Osttirolerinnen und Osttiroler zur Wahl gegangen als beim Urnengang 2009. Mit 32,32% entsprach die Wahlbeteiligung in etwa jener im gesamten Bundesland Tirol. 2009 lag sie in Osttirol bei 34,36%. 12 583 Wahlberechtigte haben bei der heurigen EU-Wahl im Bezirk Lienz ihre Stimme abgegeben. Als stärkste Partei ging die ÖVP hervor. Sie erreichte 45,46% der Stimmern, ein Minus von 4,24% gegenüber der Wahl vor fünf Jahren. Zweitstärkste wurden die Freiheitlichen mit 15,75% (+7,11%), knapp gefolgt von der SPÖ mit 14,87% (+5%). Die Grünen erreichten 10,58% der Stimmen (+2,34%) und die NEOS 7,74%.

In der Stadt Lienz fällt auf, dass die Grünen mit 14,44% der Stimmen Dritte wurden, die FPÖ erreichte dort 14,06%. In der Marktgemeinde Matrei haben die Freiheitlichen hingegen 9,22% dazugewonnen und hinter der ÖVP (47,48%) den zweiten Platz erreicht. Auch in der Oberländer Marktgemeinde Sillian ein ähnliches Bild – ÖVP 55,10%, FPÖ 15,92%, SPÖ 10,61% und Grüne 7,96%. Die SPÖ konnte in den Nachbargemeinden der Bezirkshauptstadt teilweise stark punkten. In der Marktgemeinde Nußdorf-Debant beispielsweise erreichten die Sozialdemokraten mit 24,30% den zweiten Platz hinter der ÖVP mit 30,51%. Auch in der Stadt Lienz stand bei der Ö’VP vor dem Komma die 30 und bei der SPÖ die 24.

In St. Jakob in Defereggen, wo der Sohn von NR und Bürgermeister Mag. Gerald Hauser als einziger Osttiroler – an aussichtsloser Stelle – bei der Europawahl kandidierte, erreichte die FPÖ 38,16% der Stimmen und damit den zweiten Platz hinter der ÖVP (42,76%). „Wir sind mit 15,75% und einem Plus von 7,11% in Osttirol der klare Gewinner und nach der ÖVP die zweitstärkste Partei“, ließen die beiden Freiheitlichen Gerald und Jakob Hauser noch am Sonntagabend mittels Presseaussendung ausrichten. LA Martin Mayerl, Bezirksparteiobmann der ÖVP, sprach von großer Freude darüber, „dass wir gemeinsam mit Landeck das beste Ergebnis für die ÖVP in Tirol erreichen konnten – und das trotz eines sparsamen Wahlkampfes ohne Großflächenplakate“. Die Volkspartei wies auch darauf hin, dass sie erstmals seit dem Amtsantritt von Bgm. LA DI Elisabeth Blanik (SPÖ) wieder stimmenstärkste Partei wurde.

Alle Bezirks- und Gemeindeergebnisse auf der Homepage des Landes Tirol zum Download

Text: Raimund Mühlburger, Foto: moventastudios – Fotolia

26. Mai 2014 um