EU-Regionalförderung um fast 15 Mio. Euro aufgestockt
Die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino will in Zukunft noch stärker von INTERREG profitieren. Das Tiroler Photoarchiv Lienz-Bruneck wird mit ca. 500 000 Euro gefördert.
Aus dem EU-Programm zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Österreich und Italien standen in den vergangenen sieben Jahren insgesamt 80 Mio. Euro zur Verfügung, in der kommenden Förderperiode 2014 bis 2020 werden es 94,5 Mio. Euro sein. „Wir wollen auch in der kommenden Programmperiode wieder massiv von der EU-Förderung für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit profitieren und werden dazu stark auf die Euregio und ihre Institutionen setzen“, kündigte Landeshauptmann Günther Platter nach der letzten Regierungssitzung eine enge Verknüpfung von INTERREG und EVTZ, der institutionellen Plattform der Europaregion, an.
Vor allem strategische Themen – wie etwa die Kooperation der Universitäten – sollen über die Euregio abgewickelt werden. „Die großen Herausforderungen unserer Zeit kennen keine Striche auf der Landkarte – vom Klima über Mobilität bis zur Energiepolitik sind wir besser, wenn wir intensiv mit unseren Nachbarregionen kooperieren“, so LH-Stv. Mag. Ingrid Felipe. Die Zielsetzung des INTERREG-Programms deckt sich mit jener in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino. „Neben den größeren Projekten der Euregio werden auch grenzüberschreitende Kooperationen auf lokaler Ebene weiterhin eine wichtige Rolle spielen“, so der Landeshauptmann. Rund 16 Mio. Euro sind im Rahmen des INTERREG-Programms Italien-Österreich von 2007 bis 2013 für 76 Projekte nach Tirol geflossen.
Eines dieser Projekte ist das Tiroler Archiv für photographische Dokumentation und Kunst (TAP). In Lienz und Bruneck wird eine einzigartige Sammlung über die Entwicklung Osttirols und des Pustertals aufgebaut, ein Kompetenzzentrum für die Digitalisierung und Archivierung von Lichtbildern soll entstehen. Aufgrund des Erfolges weitet sich der Aktionsradius des Archivs nun auf das gesamte Bundesland Tirol und ganz Südtirol aus. Die Gesamtkosten für Tirol belaufen sich auf 800.000 Euro, davon flossen mehr als 500.000 Euro an INTERREG-Förderung.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Land Tirol/Berger

