Enquete zu Geschwindigkeit im Straßenverkehr

Bei einer Enquete entwickelten das Land Tirol, das Kuratorium für Verkehrssicherheit und das Polizeikommando gemeinsame Strategien für die Verkehrssicherheitsarbeit. Ein Drittel aller Unfälle im Straßenverkehr mit tödlichem Ausgang wird durch überhöhte Geschwindigkeit verursacht. Damit liegt zu schnelles Fahren an erster Stelle der Unfallursachen in der Verkehrsunfallstatistik. Im Rahmen der heurigen Verkehrssicherheits-Kampagne „Gas geben kostet Leben“ in Kooperation von Landesverkehrsabteilung, Landespolizeikommando für Tirol und Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), wurde nach einem Landtagsbeschluss als Abschluss eine Enquete zum Thema „Geschwindigkeit im Straßenverkehr“ abgehalten. Ziel der Enquete war es, auf breiter Basis die vorläufige Entwicklung des Unfallgeschehens und das Ergebnis der besonderen polizeilichen Überwachungstätigkeit zu betrachten und gemeinsame Strategien für die künftige Verkehrssicherheitsarbeit zu entwickeln. „Im vergangenen Jahr wurden auf Tirols Straßen insgesamt 44 Personen bei Verkehrsunfällen tödlich verletzt. Diese Zahl gilt es zu reduzieren“, erklärte LR Dr. DI  Bernhard Tilg den Sinn der Kampagne.

„Wer bei 80 km/h sein Fahrzeug noch rechtzeitig anhalten kann, würde bei 100 km/h nach gleichem Bremsweg noch mit einer Restgeschwindigkeit von 66 km/h in ein Hindernis prallen. Einige km/h mehr machen hier einen großen Unterschied. Das wird leider oft vergessen“, so Dr. Bernhard Knapp, Vorstand der Abteilung Verkehrsrecht beim Land Tirol. Die im heurigen Jahr durchgeführte Kampagne „Gas geben kostet Leben“ soll durch verschiedene bewusstseinsbildende Maßnahmen zu einer verbesserten Geschwindigkeitsdisziplin der VerkehrsteilnehmerInnen beitragen. „Die Tiroler Polizei hat im Jahr 2011 etwa 673 000 LenkerInnen wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit beanstandet. „Mobilität ist eine wichtige Basis für unser tägliches Leben, der daraus entstehende Verkehr wird jedoch als Belastung gesehen. Ein Miteinander im Verkehr setzt eine gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis füreinander voraus“, meinte Dr. Ekkehard Allinger-Csollich, Verkehrsplaner beim Land Tirol.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Land Tirol

22. November 2012 um